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Gerade in südlichen Urlaubsländern können sich Hunde mit Krankheiten infizieren, die in Deutschland nicht alltäglich sind. Eine der bekanntesten ist die Leishmaniose. Bisher gab es zur Abwehr der Überträger hauptsächlich Sprays und spezielle Halsbänder. Nun wird seit kurzem für Hunde auch ein Impfstoff gegen Leishmaniose angeboten.

Vor- und Nachteile von Impfungen werden für Hunde immer wieder diskutiert. Bei der Leishmaniose ist das Thema besonders interessant, weil es auch in den Regionen mit der stärksten Verbreitung der potentiellen Überträger, der Sandmücke" bis vor kurzem noch keine Impfmöglichkeit gab. Dort sind inzwischen relativ viele Hunde infiziert, auch wenn offensichtlich nicht bei allen infizierten Hunden die Krankheit auch tatsächlich ausbricht.

 

Verlauf der Erkrankung

Der Verlauf der Leishmaniose-Erkrankung verläuft nicht immer gleich. Oft sind zuerst Haut und Schleimhäute des Hundes betroffen. Die Tiere verlieren im Bereich von Nase, Ohren und um die Augen Haare, es treten die unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden auf, (z.B. Durchfall, Appetitlosigkeit und Entzündungen, die verschiedene innere Organe betreffen können bis hin zu lebensbedrohlichen Befunden, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt wird. Durch die Verabreichung von Medikamenten kann die Krankheit oft in den Griff bekommen werden, doch viele Hunde müssen lebenslang medikamentös behandelt werden.

 

Leishmaniose-Verbreitung und Schutz des Hundes

Betroffene Länder für Leishmaniose liegen vor allem in den wärmeren Gefilden rund um das Mittelmeer (Italien, Kroatien, Griechenland, Türkei, Spanien, der Süden von Frankreich etc.). Mit den klimatischen Veränderungen verbreiten sich die Überträger allerdings auch immer weiter in Richtung Norden.

Potentielle Überträger der Leishmaniose sind Sandmücken, die aber nicht nur an Stränden sondern auch im Inland vorkommen. Nicht jeder "Pieks" einer Sandmücke bedeutet allerdings auch gleichzeitig eine Infektion.

Die bisherige Abwehr-Strategie lief ähnlich wie bei den meisten Anti-Zecken Mitteln. Es werden Sprays oder spezielle Tropfen angeboten, die auf dem Hundefell aufgebracht werden. Zudem gibt es Halsbänder, die entsprechende chemische Abwehrstoffe verströmen, die Sandmücken vor dem entscheidenden "Pieks" abhalten sollen. 

Seit 2012 wird jetzt in Deutschland für Hunde ein Impfstoff gegen Leishmaniose angeboten (in einigen anderen Ländern wurde er bereits in den Vorjahren eingeführt). Auch wenn Sandmücken den Hund gepiesackt haben, eine Infektion soll über den Wirkstoff damit verhindert werden. Wer in Betracht zieht, vor einem Urlaub im Süden seinen Hund nun impfen zu lassen, muss dafür allerdings einen zeitlichen Vorlauf einplanen. Zur Grundimmunisierung sind insgesamt drei Impfungen im zeitlichen Abstand von jeweils drei Wochen nötig.

 

Checkliste zur Gesundheitsvorsorge für den Urlaub mit Hund

Ein allgemeiner Impf-Check ist für alle Reiseziele sinnvoll. Sie verfügen in der Regel über einen sogenannten "Heimtierausweis" oder einen separaten Impfpass. Werfen Sie rechtzeitig vor der Reise einen Blick hinein.  

  • Ist die Tollwut-Impfung noch aktuell? Das ist die Voraussetzung für alle Reisen ins Ausland und auch im heimischen Inland ein Muss.
  • Spezielle Reiseziele im Ausland, vor allem in Mittelmeerländern und ähnlichen Regionen? Tierärzte können Sie über potentielle Krankheitsrisiken für den Vierbeiner in der konkreten Region beraten und Impfungen bzw. andere Vorsichtsmaßnahmen empfehlen.
  • Leishmaniose: Die Impfung ist relativ neu und es liegen dementsprechend bisher nur begrenzte Informationen zur tatsächlichen Wirksamkeit vor. Wenn Sie eine solche Impfung für Ihren Hund in Betracht ziehen: Befragen Sie den Tierarzt zum Infektionsrisiko im Urlaubsland, zur Wirksamkeit und zu möglichen Nebenwirkungen der Impfung sowie zu ergänzenden bzw. alternativen Schutzmaßnahmen für Vierbeiner. Beachten Sie auch einen ausreichenden zeitlichen Vorlauf für eine Impfung (ca. zehn Wochen).

Siehe auch:

 

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