Hund mit Erster Hilfe Koffer

(Anzeige) Das Wohlergehen eines Haustieres liegt jedem Besitzer am Herzen. Dennoch muss man mit gesundheitlichen Notfällen rechen und dafür richtig gewappnet sein. Da in solchen Fällen immer Emotionen involviert sind, neigt man zu einer Überreaktion der Situation. Oft ist es schwer einzuschätzen, ob es sich tatsächlich um einen Notfall handelt oder nicht. Beispiele für tierärztliche Notfälle, wie man sie erkennt und am besten reagiert, wird im Folgenden erklärt. 

Die häufigsten Notfälle

Notfälle können ganz unterschiedlich aussehen und verschiedene Symptome und Anzeichen aufweisen. Um einen groben Überblick zu bekommen, sollen die aufgelisteten Notfälle helfen.

Unfälle

Ein Unfall kann durch ein Auto, eine Falle oder andere Auslöser verursacht werden. Der Besitzer kann nicht jede Gefahr verhindern, daher ist wichtig sich selbst nicht die Schuld dafür zu geben. Dennoch sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, auch wenn keine äußerlichen Wunden zu erkennen sind. Man muss in solchen Fällen ebenfalls mit inneren Blutungen oder Verletzungen rechnen.

Wunden und Blutungen

Größere Wunden dürfen ebenso nicht vernachlässigt werden. Eine gründliche Reinigung eines Spezialisten beugt Entzündungen und weitere gesundheitliche Folgen vor. Wenn dazu noch schwerere Blutungen auftreten, sollte der betroffene Bereich so wenig wie möglich belastet oder bewegt und mit einem sterilen Verband oder Stoff ein sanfter Druck auf die Wunde ausgeübt werden.

Hitzschlag

Wenn sich das Haustier zu lange in aufgeheizten, sonnigen Bereichen aufhält oder sogar eingesperrt ist, kann es durchaus zu einem Hitzschlag kommen.

Hinweis: Lasse niemals ein Tier zu lange in einem Auto zurück. Falls man auf so eine Situation aufmerksam wird, sollte umgehend die Polizei alarmiert werden!

Ein Hitzschlag kann zu einem Kreislaufzusammenbruch führen und lebensgefährlich sein. Anzeichen dafür sind schnelles Hecheln, ein rasender Herzschlag und  Bewusstseinsstörungen. Bringe das Tier umgehend in den Schatten und versorge es mit genügend Flüssigkeit.

Vergiftung

Eine Vergiftung kann durch verschiedene Substanzen ausgelöst werden. Dazu gehören beispielsweise Rattengift oder giftige Pflanzenteile. Verhaltensänderungen wie Erbrechen beim Hund oder Kreislaufprobleme können darauf hinweisen. Wenn man die Ursache kennt, sollten Überreste des Auslösers zum Tierarzt mitgenommen werden, um eine möglichst genaue Behandlung zu ermöglichen. Aber auch vereinzelte Lebensmittel, wie Alkohol oder Schokolade, können sich wie Gift auf unsere Haustiere auswirken. Verstaue solche Gefahren daher unzugänglich für Tiere!

Magendrehung

Durch eine Drehung des Magens, wie der Name bereits sagt, wird verursacht, dass sich der Magen verschließt. Dadurch können keine Gase mehr entweichen und es kann zu einer lebensbedrohlichen Gefahr für das Tieres kommen. Anzeichen dafür sind ein schnell aufgeblähter Magen, Brechversuche und Atemprobleme. Schnelles Handeln wird hier gefordert.

Weitere Notfälle können auch Augenverletzungen, rapide Zustandsverschlechterungen, langanhaltender Durchfall, starke Schmerzen und Insektenstiche sein.

Vorgehensweise - Was gibt es zu beachten?

In erster Linie gilt es zu beachten Ruhe zu bewahren. Dies kann sich positiv auf das bereits gestresste Tier auswirken und ermöglicht gezieltes Handeln. Zudem hat man die Möglichkeit eine Erstversorgung zu Hause durchzuführen oder direkt einen Tierarzt aufzusuchen.

Erstversorgung zu Hause

Als Erstes muss eingeschätzt werden, ob es sich um einen Notfall handelt oder nicht. Messe die Körpertemperatur, kontrolliere, ob die Schleimhäute von ihrer rosa Farbe abweichen, beobachte den Puls und die Atmung und prüfe die Pupillen und Reflexe des Tieres.

Bei Hitzschlag solltest du das Tier mit nassen, lauwarmen Tüchern kühlen. Beginne dabei ausgehend von den Pfoten und langsam weiter Richtung Herz, um einen Schock vorzubeugen. Kühlende Salben helfen sehr gut bei Insektenstichen. Ein desinfizierender Wundspray und steriler Verband dürfen in einer Notfallapotheke zu Hause auch nicht fehlen.

Tipp: Informiere dich, ob Notfallkurse in der Umgebung angeboten werden, um für eine solche Situation bestens gerüstet zu sein!

Tierarzt aufsuchen

dackel tierarzt abhörenBild © Remains / Fotolia

Wenn man sich über die Vorgehensweise nicht sicher ist oder sich die Situation immer mehr zuspitzt, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Transportiere das Tier vorsichtig auf einer stabilen Unterlage oder in einer Box, damit es sich so wenig wie möglich bewegt und fahre vorsichtig. Da das Tier aufgrund von Angst und Schmerzen zu beißen und kratzen neigt, lege einem Hund einen Maulkorb an und wickle eine Katze am besten in eine Decke. Nehme den Impfpass mit und notiere dir den genauen Namen und Dosierung eventueller Medikamente. Schildere den Vorfall und alle Symptome so genau wie möglich.

Sollte man sich nicht trauen, das Tier in dem sich befindenden Zustand zu transportieren, kontaktiere telefonisch eine Tierarztpraxis oder suche nach einem online Tierarzt. Zum Beispiel steht Ihnen Dr. SAM täglich von 8.00 bis 24.00 Uhr für Ihre Fragen zur Verfügung.

Fazit

Richtiges Einschätzen der Situation und Handeln ist bei auftretenden Notfällen das Wichtigste. Bewahre Ruhe und einen kühlen Kopf. Sei zu Hause mit den wichtigsten Dingen ausgerüstet und habe stets einen Notfallkontakt bereit.