Hund und Katze können entgegen der allgemeinen Annahme, durchaus in friedlichem miteinander auskommen. Am einfachsten gelingt dies mit erwachsenen Tieren, die noch keine schlechten Erfahrungen mit der anderen Gattung gemacht haben und möglichst ein ähnliches Temperament an den Tag legen.

Vorab gilt es sich zu überlegen, wie der Umgang miteinander möglichst Stressfrei ablaufen kann, denn eine einmal aufgebaute Abneigung gegen das andere Tier ist nicht mehr so leicht abzugewöhnen. Das Wichtigste bei der Zusammenführung von Hund und Katze ist aber, viel Geduld zu haben. Darüber hinaus helfen folgende Tipps dabei, den Hund an die Katze und umgekehrt zu gewöhnen.

 

Ankunft im gemeinsamen Heim

katz-und-hund-na-und-fressnapf08-2012Foto: Fressnapf/Ulrike SchanzKommt eine Katze zu einem Hund ist es meist einfacher, da Hunde Rudeltiere sind. Sowohl Hund wie Katze haben ganz eigene Gerüche, an die sich das jeweilige Gegenüber erst gewöhnen muss. Um dies schon vorab zu erreichen helfen Handtücher mit den Duftstoffen des neuen Mitbewohners. Dadurch wird die „heimische“ Nase sensibilisiert und darauf vorbereitet.

Hund und Katze geben auch besondere Geräusche von sich, die den neuen Mitbewohner überraschen können. Hier beugen Tonaufnahmen mit typischen Lauten der akustischen „Überraschung“ vor. Katzen sind potentielle Einzelgänger, deshalb sollte ein eigenes Katzenzimmer als Rückzugsort eingerichtet werden, zu dem der Hund keinen Zugang hat. Im Katzenzimmer sollten auch die Futterstelle, das Katzenklo und ein Korb zum Verstecken untergebracht sein.

 

Das erste Date zwischen Hund und Katze

Bei der ersten Begegnung sollte der Hund angeleint und die Katze in einer Box untergebracht sein. Bei der Ankunft wäre es hilfreich, wenn noch ein weiterer Helfer mit vor Ort ist, damit beide Tiere die nötige Betreuung bekommen. Beim kleinsten Anzeichen von Aggression sollten beide sofort getrennt und erst später ein neuer Versuch der Zusammenführung unternommen werden.

Wichtig ist, dass stets Ruhe bewahrt und der Hund für „richtiges“ Verhalten gelobt wird. Katzen benötigen mehr Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und sollten deshalb nicht bedrängt werden. Erst wenn beide Tiere die nötige Entspannung zeigen, kann die Katze die Box verlassen und das Neuland inspizieren, während der Hund zunächst an der Leine bleibt. Für die erste kurze Begegnung ohne Leine braucht die Katze einen sicheren Zufluchtsort und danach eine Pause, die beispielsweise für den Gang mit dem Hund genutzt werden kann.

Hund und Katze brauchen manchmal viel Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen. Erst wenn beide dauerhaft friedlich und entspannt miteinander umgehen, kannst der Versuch unternommen werden, sie sich selbst zu überlassen. Dabei sollte aber dennoch stets ein Auge auf das neue Duo geworfen werden, um eventuell aufkommende Spannungen direkt im Keim zu ersticken und die beiden Tiere wieder in Balance zu bringen - so werden Katze und Hund mit der Zeit ein unschlagbares Team.

(Quelle: Fressnapf)

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