Joggen mit Hund - Wer sich regelmäßig vornimmt, mehr für seinen eigenen Körper zu tun, hat vor allem in jungen Hunden einen guten Motivator. Gassi gehen und sportliche Aktivitäten wie das Joggen lassen sich vor allem mit etwas größeren Hunden gut kombinieren. Hier sind einige Tipps für das gemeinsame Laufen mit Hund.

Wenn Mensch wie Hund noch untrainiert sind, empfiehlt sich zu Beginn ein wenig Geduld. Die letzte größere Hundemahlzeit sollte zwei Stunden oder länger vor dem Beginn des Laufens zurückliegen.

Geben Sie ihrem Hund nun zu Beginn erst einmal Zeit, "seine Geschäfte" zu verrichten - Prioritäten müssen sein. In dieser Zeit können Sie sich bereits gut aufwärmen.

 

Passt der Lauf-Rhythmus für Mensch und Hund?

Beginnen Sie das Joggen mit einem langsamen, lockeren Trab. Viele Hunde fallen dann automatisch in einen Begleitrhythmus.

Beobachten Sie das normale Trabtempo ihres Hundes. Versuchen Sie am Anfang, Ihr Laufen nicht zu schnell anzugehen, einen guten Kompromiss zwischen Ihrem Tempo und dem des Hundes zu finden. Wenn Sie den Vierbeiner in Wald und Wiese regelmäßig ohne Leine laufen lassen können, kann er so am besten sein eigenes Tempo finden und holt nach kurzen Schnüffelpausen idealerweise wieder schnell zu Ihnen auf. 

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Wenn besondere Konstellationen gar nicht passen, stellen sie das spätestens jetzt fest. Menschliche Dauerläufer und kurzbeinige Hunde, das taugt meist nicht für längere gemeinsame Läufe.

 

Abgelenkte Hunde auf Trab bringen

Mögliche Probleme zu Beginn des Joggens:

  • Ihr Hund läuft gerne aber nicht gleichmäßig im Tempo von Herrchen / Frauchen.
  • Oder er springt vor Begeisterung vor Ihren Beinen herum.
  • Er schnüffelt ständig ausgiebig an sämtlichen Bäumen
  • und reagiert auf Ihre Rufe und Ihr Lauftempo kaum bis gar nicht.

Wenn es nicht sowieso aufgrund der Verkehrssituation nötig ist, nehmen Sie in diesem Fall ihren Hund zum Einüben eines gleichmäßigen Laufens an die Leine (ca. 1,5 bis 2 Meter lang). Sobald Ihr Hund erste Anzeichen von Ablenkung zeigt, machen Sie ihn verbal wieder kurz auf sich aufmerksam.

Sie können größere und lauffreudige Hunde meist ganz gut motivieren, sich an der Leine an ein langsameres menschliches Tempo anzupassen. Mit eigenen Trainingsfortschritten werden Sie merken, dass ein zügiges Tempo eher dem natürlichen Jogging-Tempo eines mittleren bis großen Hundes entspricht.

Wenn ihr Hund zu Beginn des ungewohnten Lauftrainings noch oft abgelenkt wird und sich erst an die neue Aufgabe gewöhnen muss, nutzen Sie Motivationshilfen:

  • Kurze Pausen beim Laufen nach ein bis zwei Minuten Joggen entlasten untrainierte Hunde und machen klar: Lauf mit, hab Geduld, es gibt Belohnungen.
  • Mit Leckerchen sollte man während des Laufens sparsam sein (Verschlucken, Magendrehungen etc.).
  • Wichtig: Verbale Belohnungen
  • Optional: Ein kurzes Spiel mit einem Hundespielzeug, Streicheln, ein Wechsel in schnelles Gehen mit der Option für den Hund, leckeren Gerüchen zu folgen, ein kurzes Klettern über Baumstämme o.ä. und dann geht es wieder weiter

Gerade für ungeübte menschliche Jogger haben die Unterbrechungen auch Vorteile. Solange sie kurz bleiben, hilft das wunderbar, um sich zu Beginn des eigenen Trainings nicht selbst zu überlasten.

Sie sollten sicher sein können, dass ihr Hund auch später, je nach Wegstrecke auch ohne Leine, ungefähr ihrem Tempo folgt. Daher sollten Sie dieses Training über mehrere Wochen beibehalten.

Um Mensch und Hund nicht zu überlasten, sind Pausentage beim Laufen wichtig. Zu Beginn des Trainings wäre ein Interwall mit maximal halbstündigen Läufen zwei- bis dreimal die Woche, abwechselnd im Trab und im zügigen Gehen denkbar. Die Länge der Laufintervalle bis zur nächsten kurzen Unterbrechung kann dann Stück für Stück kontinuierlich gesteigert werden

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Lauf-Stopp: Hitze, Junghunde + Hunde mit Handicaps

Jeder Hund (und Mensch) reagiert anders auf die zunächst ungewohnte Belastung. Sie sollten sich idealerweise vor Beginn Ihres Jogging-Trainings sicher sein, das Ihr Hund fit ist. Er sollte keine Gelenkprobleme oder andere gesundheitliche Einschränkungen haben. Im Zweifelsfall kann ein Check ihres Hundes beim Tierarzt nicht schaden. Zudem sind die wenigsten Hunde auf Halbmarathons ausgelegt. Fünf bis zehn Kilometer wären ja auch schon ein mittelfristiges Ziel.

In jedem Fall sollte der Hund ausgewachsen sein, bevor Sie mit ihm regelmäßig lange Läufe unternehmen, um mögliche Überbelastungen der Gelenke zu vermeiden. Je nach Hunderasse kann das ein Alter von ein bis zwei Jahren bedeuten. Fragen Sie im Zweifelsfall vorab ihren Tierarzt des Vertrauens. Dies gilt ebenso bei gesundheitlich geschwächten und älteren Hunden.

Im Sommer sind Hunde aufgrund ihres dicken Fells noch schneller anfällig für Überhitzung. Sie joggen ja auch nicht im dicken Mantel. Nutzen Sie hier die kühleren Morgenstunden, Wasserzufuhr sollte erreichbar sein. Gegebenenfalls sollten Sie die Strecken im Hochsommer generell abkürzen oder alles vom Tempo her ein wenig gemächlicher angehen. Meiden Sie nach Möglichkeit längere Strecken auf aufgeheiztem Asphalt und beobachten Sie ihren Vierbeiner gut. Hunde neigen dazu, sich zu überanstrengen, bevor sie Schwäche zeigen. Legt sich ihr Hund bei einer Pause sofort, ist Ihr Hund wahrscheinlich schon am Limit. 

Ein Tipp zur Ausrüstung: Sie haben dauerhaft Spaß am Laufen bekommen haben und wollen regelmäßig mit ihrem Hund an der Leine joggen? Dann könnte sich ein Brustgeschirr mit langer Leine (evtl. mit einem plötzliche Rucks dämpfenden Gummizug am Ende) lohnen. Die Leine können Sie sich um die Hüfte binden. Damit haben Sie dauerhaft Hand- und Armfreiheit für eine ergonomische Bewegung des Oberkörpers. Dann sollte einer langen sechsbeinigen Lauffreundschaft nichts mehr im Wege stehen. 

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