Erziehung und Hunde-Sport - Fitness für Muskeln und graue Zellen

Manche Hunderassen wurden mit dem Augenmerk auf spezielle Fähigkeiten für ganz bestimmte Aufgaben gezüchtet. Beispielsweise gilt der Border Collie allgemein als sehr intelligent und voller Arbeitseifer. Kein Wunder, wurde (und wird) er doch oft als Treib- und Hütehund  eingesetzt. So mancher Hundebesitzer wollte sich eigentlich nur einen schnuckeligen kleinen Vierbeiner zulegen und hat in der Stadtwohnung mit Terrasse weder Platz noch Interesse an der Schafzucht.

Dumm für den Border Collie, er langweilt sich und kann regelrechte Verhaltensauffälligkeiten entwickeln, wenn er auf Dauer zu wenig beschäftigt wird. Sein Schicksal teilen viele Vertreter diverser Hunderassen, je größer und flinker, desto mehr.

Kein Grund, sich zu grämen, wenn man genug Zeit erübrigen kann, um mit seinem Hund ausgedehnte Spaziergänge zu machen und ihn mit Apportier- bzw. Fährtenspielen ein spielerisch ausgelebtes Jagd- und Bewegungsverhalten ermöglicht. Eine noch viel intensivere Art der gemeinsamen Beschäftigung mit aktiver Beteiligung von Hund und Mensch ist das im englischen Sprachraum entstandene Agility-Training.  

 

Agility - Die Herausforderung

Die Hauptaufgabe beim Agility besteht für den Menschen darin, seinen Hund mit Geschick und eingeübten Kommandos durch einen Hindernisparcours zu führen. Es gilt für den Hund Hindernisse, Stege, Wippen und Stofftunnel in immer wieder neu zusammenstellbaren Parcours und Schwierigkeitsstufen zu überwinden. 

Das Schönste daran: Man beschäftigt sich intensiv mit seinem Hund und es macht sichtbar Mensch und Hund Spaß, gemeinsam die gestellten Aufgaben zu lösen - für viele der eigentliche Beginn eines harmonischen Mensch-Hund Teams. Und er hält beide geistig und körperlich fit. Ein geistig ausgelasteter Hund, der seine Erfolgserlebnisse in gemeinsamen Aufgaben findet, wird zuhause oft ruhiger, ausgeglichener. Scheue und ängstliche Exemplare gewinnen oft zusätzlich an Sicherheit und Selbstvertrauen auch in Alltagssituationen.

Agility kam bereits in den 80er Jahren von England aus nach Deutschland. Es ist inzwischen auch bei uns eine der etablierten Hundesportarten, die von diversen Vereinen angeboten wird.

Inzwischen ist auch eine kleine improvisierte Szene auszumachen, denen manche, auf Wettkämpfe und Regularien  achtenden Vereine zu leistungsorientiert sind. Sie treffen sich mit einfachen Hilfsmitteln ausgerüstet auf öffentlichen Wiesen, bis sie irgendwann vielleicht einen passenden Verein oder eine Hundeschule mit einem eigenen Übungsgelände gefunden haben.

Nicht jeder Hund entwickelt die gleiche Begeisterung für diese Art von Betätigung. Aber für Mensch und Hund gilt: Wer erst mal Spaß an Agility gefunden hat, kann sich nur noch schwer vorstellen, noch ohne diesen Sport auszukommen.

Wer unverbindlich reinschnuppern möchte, kann sich unter http://www.agility.de/vereine.php einen Verein in der Nähe seines Wohnortes suchen.  

Diese Seite verwendet Cookies (Details einsehen). Durch den Besuch der Website stimmst Du der Cookie-Nutzung zu.