Stiftung Warentest hatte im Jahr 2016 nach langer Zeit erneut Hundetrockenfutter getestet (siehe: Hunde-Trockenfutter Test 2016). Die österreichischen Kollegen von konsument.at hatten bereits mit einem Test aus dem Jahr 2013 vorgelegt. Das Positive: Es gibt weiterhin gutes Futter für wenig Geld.  

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Einer Umfrage unter konsument.at-Lesern zufolge bekommen die meis­ten Hunde zweimal täglich Trockenfutter in den Napf, Nassfutter ist offensichtlich eher ein Sonderfall. Man darf annehmen, dass u.a. ein platzsparender Transport und Lagerung und die Futterkosten für viele Hundebesitzer den Ausschlag bei der Entscheidung für Trockenfutter legen. Entsprechend haben die Tester ausschließlich Trockenfutter untersucht. 

Wobei die Tester nicht das Vorhandensein oder Fehlen von Geschmacksverstärker und Duftstoffen etc. bewerteten, sondern sich speziell auf die Frage nach der ausgewogenen Ernährung als Alleinfuttermittel konzentrierten. Das Trockenfutter wurde chemisch analysiert und den Bedarf für einen 15 Kilo schweren, wenig aktiven Hund berechnet. Die Analyse der Zusammensetzung des Futters ergab für 22 der 25 getesteten Proben tatsächlich eine „sehr gute“ bzw. „gute“ Bewertung. „Ein Hund kann damit vollwertig und gesund ernährt werden“, erläuterte Dr. Angela Tichy, Projektleiterin beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). Einige Futtermischungen für Welpen waren zwar nicht ausgewogen genug, doch einzelne Rezepturen sollen inzwischen angepasst worden sein.

 

Hundefutter-Test - Die Ergebnisse

Gutes Hundefutter gibt es laut dem Test, der in der Ausgabe 8/2013 nachzulesen ist, bereits ab ca. 20 Cent für die Tages­portion. Den Testsieger, Scotty Premium, gibt es für ebenfalls relativ günstige 36 Cent pro Ration. Sehr gut und günstig waren im Test auch die Orlando Kroketten mit Rind & Gemüse von Lidl für 19 Cent pro Tages­ration, deren Rezeptur jedoch inzwischen verändert worden sein soll. Als bestes Markenfutter empfiehlt der Test Royal Canin Adult Medium für ca. 1,10 Euro pro Tag. Die teuerste Hundefutter-Ration im Test kostete rund 2,35 Euro.

Untersuchte Produkte: Scotty Premium Geflügel & Gemüse, Royal Canin Adult Medium, Bosch Adult Geflügel mit Dinkel, Select Gold Adult Medium Chicken & Turkey, Eukanuba Adult Medium Breed Maintenance, Happy Dog Fit & Well Adult Medium, Romeo High Premium, Pedigree Adult mit Rind, Rufus Hundetrockenfutter, Dein Bestes Rind Gemüse & Reis, Quality First Trockenfutter Komplettmenü, Frolic saftig und knusprig mit Rind, Pro Plan Purina Adult Original, Best Nature Dehner Best Nature Adult, Multifit Adult Geflügel, Real Nature Black Angus, Barbarie Ente & Menhadenhering, Beneful Original mit Rind, Platinum Adult Chicken, Clever Hundetrockenfutter, Rupp Hundeflocken Vollnahrung mit Fleisch und Gemüse, Hill's Science Plan Canine Adult Advanced Fitness Medium with Beef, BioPlan Adult Geflügel, Orlando Kroketten mit Rind & Gemüse, Orijen Adult Dog Regional Poultry Fish, Chappi mit Rind

 

Was ist drin im Hundefutter? Günstig stimmt nicht immer?

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„Der Preis der Packung selbst sagt laut der von konsument.at beauftragten Untersuchung nur wenig über die tatsächlichen Kosten der Hunde-Fütterung aus. Im Test wurde der Preis einer Futterration berechnet, weil die Inhaltsstoffe und damit auch die sogenannte Energiedichte des Futters sich je nach Produkt unterscheiden. Wer keinen Test zur Hand hat, kann versuchen, die Mengen-Fütterungsempfehlung, abhängig vom Körpergewicht des Hundes, zu achten. Die Angaben haben allerdings teilweise eine große Bandbreite (z.B. 15 - 20 kg) mit nur ungefähren Angaben, die nicht immer leicht umzurechnen sind. 

 Nicht alle Hersteller waren kooperativ, was die Nachfragen der Tester zu den einzelnen Inhaltsstoffen betraf. Man hatte dort wohl teilweise Sorge vor dem mitlesenden Wettbewerb bei der Veröffentlichung von speziellen Rezepturen.

Den Hauptbestandteil bilden bei den meisten Produkten aber offensichtlich pflanzliche Futtermittel: Vor allem Getreide und auch Gemüse, Kräuter sowie Obst sind wichtige Bestandteile. Bei Getreide werden laut Herstellern hauptsächlich Weizen, Mais, Reis, Gerste sowie Getreide-Erzeugnisse verwendet.

Der Anteil von Fleisch und tierischen Nebenprodukten (z.B. Schlachtreste, Tiermehle und Tierfette) variiert zwischen den Produkten nach den Ergebnissen der Untersuchung und laut den Herstellerangaben deutlich. So betrug bei Bio Plan der Anteil nur neun Prozent, bei Orijen hingegen 80 Prozent. Bei den übrigen Produkten schwankte der Anteil zwischen 15 und 39 Prozent. Viele Hersteller geben an, dass sie Antioxidantien hinzufügen. Diese müssen laut konsument.at ebenso wie Farb- und Konservierungsstoffe auf der Packung angeführt werden.

Solche Tests wie auch der Test der Stiftung Warentest konzentrieren sich meist auf das Thema "ausgewogene Ernährung". Themen wie Unverträglichkeiten / Allergien - Farb- und Duftstoffe bleiben dabei meist eher im Hintergrund. Im Artikel zum  Trockenfutter-Test 2010 von Stiftung Warentest  gehen wir etwas genauer auf diese Themen ein. 

Komplette Ergebnisse des Tests von konsument.at aus dem Jahr 2013 sind online abrufbar: Kostenpflichtig, z.B. über eine Online-Tageskarte, auf der Website von konsument.at - http://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318886086827

Kochen für Hunde: Rezept-Ideen für Abwechslung auf dem Speiseplan

Trockenfutter Test 2016

Nassfutter Test 2015


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