Hunde-Gesundheit - Das Herz: Die Diagnose kommt für viele Hundebesitzer überraschend. da meist eindeutige Symptome fehlen. Oft macht der Hund lediglich einen müden Eindruck oder er hustet und zeigt schon bei kurzen Spaziergängen Anzeichen von Atemnot.

Erkrankungen am Herz sind ungleich verteilt. Bestimmte Hunderassen und ältere Hunde sind von der Diagnose häufiger betroffen.

Die chronische und meist schleichend verlaufende Klappenerkrankung ist für den Bundesverband für Tiergesundheit e.V (BfT) die Hauptursache einer Herzinsuffizienz bei Hunden. Die verformten Herzklappen schließen laut BfT dabei nicht mehr richtig, weshalb das Herz viel stärker arbeiten muss, um genügend Blut und damit Sauerstoff in den Kreislauf zu pumpen. Auf Dauer führe dies zu einer Vergrößerung des Herzens. Der Körper reagiert in Folge mit einem erhöhten Blutdruck, die Gefäße verengen sich und Flüssigkeit tritt aus den Gefäßen in die Lunge, Leber und Bauchhöhle.

Laut Bundesverband für Tiergesundheit e.V (BfT) sind kleine Hunderassen wie Dackel, Malteser oder Pudel sowie ältere Hunde am häufigsten betroffen. Weitaus seltener sei eine Herzmuskelerkrankung, allerdings mit ähnlichen Symptomen und vergleichbarem Krankheitsbild. Am häufigsten erkrankten daran große Hunderassen wie Dobermann oder Doggen und männliche Hunde.

Rund zehn Prozent haben nach Schätzungen des BfT ein Herzproblem. Symptome seien zu Beginn nur schwer zu erkennen, weil sich die Krankheit meist schleichend entwickele. Nachlassende Vitalität, schnellere Atmung oder häufiges Husten können typische Anzeichen einer Herzerkrankung im fortgeschrittenen Stadium sein. Selbst Ohnmachtsanfälle sind möglich. Häufig ist die linke Herzklappe in Mitleidenschaft gezogen. 50 bis 60 Prozent aller Hunde über zehn Jahre sollen schätzungsweise daran leiden.

Herzgeräusche sind nach Ansicht der Experten ein wichtiger Hinweis auf eine Klappenerkrankung. Mit Hilfe weiterführender Untersuchungen wie Röntgen, Herzultraschall oder EKG ist jedoch eine eindeutige Diagnose möglich. Empfehlenswert ist laut BfT ein jährliches Screening älterer Hunde oder häufiger betroffener Rassen. Obwohl es keine Heilung bei einer Herzinsuffizienz gebe, könne eine medikamentöse Behandlung dem kranken Hund ein längeres und unbeschwerteres Leben ermöglichen. Für eine gute und dem jeweiligen Krankheitsbild angepasste Therapie stünden dem Tierarzt eine Reihe wirksamer und gut verträglicher Medikamente zur Verfügung. Diese könnten entweder das Herz entlasten, die Gefäße erweitern oder die Schlagkraft des Herzens stärken. 

Aber auch die Hundebesitzer können Lebensqualität und Lebensdauer Ihres Hundes positiv beeinflussen. Ausreichende und wohl dosierte Bewegung ist laut BfT für einen herzkranken Patienten ebenfalls sehr wichtig. Auch eine gesunde Ernährung mit Spezialfutter könne dazu beitragen, die Lebensqualität des herzkranken Hundes über Jahre zu erhalten

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