Besitzer von Hündinnnen sollten darauf gefasst sein, urplötzlich ein ungewohnt mütterliches Verhalten bei Ihrem Tier festzustellen. Im Hundekorb wird regelrecht ein "Nest" gebaut und die Hündin schleppt immer wieder Gegenstände dorthin, die sie aufmerksam bewacht. Das Gesäuge ist angeschwollen und ein milchähnliches Sekret tritt aus. Es kann auch vorkommen, dass die Hündin an Gewicht zuzulegt, obwohl sie kaum Appetit entwickelt.

Nach dem ersten Schreck bzw. wahlweise der ersten Freude bei den Besitzern stellt sich aber heraus, dass die Läufigkeit nicht direkt zu einem einschlägigen Ereignis geführt hat und kein Nachwuchs zu erwarten ist. Doch möglicherweise ist die Hündin scheinträchtig. Das ist keine Krankheit, sondern tritt infolge eines vorübergehenden veränderten Hormonspiegels auf, der ein mutterähnliches Verhalten hervorruft.

In der Regel verschwindet dieser Zustand von alleine. Der Bundesverbandes für Tiergesundheit beschreibt mögliche Symptome wie erhöhte Hitze, Schwellungen und Rötungen der Zitzen. Der Milchausfluss, aber auch der Milchstau animieren die Hündin dabei zum Lecken an dem eigenen Gesäuge, eine Gesäugeentzündung kann die Folge sein. Es stehen beim Tierarzt Medikamente zur Verfügung, die helfen, den Milchfluss zu hemmen. Auch das Auftragen einer schmerzstillenden Salbe auf das Gesäuge kann der Hündin Erleichterung bringen.

In den meisten Fällen allerdings verschwinden die Symptome von Scheinschwangerschaften bei Hündinnen nach kurzer Zeit wieder. Wenn Sie sich über die aktuellen Symptome bei Ihrer Hündin unsicher sind bzw. Entzündungen oder andere Nebenwirkungen auftreten, können Sie sich durch einem Besuch bei einem Tierarzt Sicherheit verschaffen und sich beraten lassen.

(Quelle: wunsch-hund.de, mit Material des Bundesverbandes für Tiergesundheit e.V.)

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