Hunde-Gesundheit - Herbstgrasmilben  - Man denkt ja eher im Frühling und Sommer an Parasiten und kleine Plagegeister wie Zecken, die dem Hund das Leben unnötig erschweren. Doch mit den Herbstgrasmilben tummeln sich einige Spezialisten gerade im Herbst im Gras und warten auf die herumstreifenden Vierbeiner.

Mit bloßem Auge sieht man sie kaum, doch einmal eingefangen, bemerken sowohl Mensch und Hund die Herbstgrasmilbe sofort an einem heftigen Juckreiz. Es müssen also nicht immer gleich Flöhe sein. Die aktion tier - menschen für tiere e.V. weist deshalb speziell auf einfache Möglichkeiten zur Erkennung und zum Entfernen von Herbstgrasmilben hin.

Die erwachsene Milbe lebt im Boden, aber die Larven, die im Herbst schlüpfen, sammeln sich auf Gräsern und auf Sträuchern. Ähnlich wie Zecken haften sie sich an die Haut vorbeikommender Säugetiere an. Mit einem Haken ritzt sich die Larve durch Haut und löst die darunterliegende Hautschicht mit einem Speichelsekret auf. Die so entstandene Flüssigkeit wird als Nahrung aufgesaugt. Das Speichelsekret löst den Juckreiz aus. Haustiere werden ungleich häufiger von den Parasiten befallen als Menschen. Bevorzugt siedeln sich die kleinen Tierchen beim Vierbeiner im Zwischenzehenbereich, an Hals, Ohren, Bauch und Innenschenkeln an.

Erkennen lässt sich ein Befall mit Herbstgrasmilben, wenn das Hundefell kahle Stellen aufweist, die trocken und schuppig sind oder orangefarbene Ablagerungen aufweisen. Zudem kratzt und leckt sich der Hund meist massiv.

Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt die aktion tier, neben Hundedecke bzw. Schlafplatz des Hundes ein weißes Papier zu legen, weil Herbstgrasmilben von weißen Flächen fast magisch angezogen würden. Nach ein paar Stunden kann man auf diesem Untergrund mit ein bisschen Glück die Milbenlarven erkennen. Nicht jedes Tier mit Herbstgrasmilben-Befall muss laut aktion tier behandelt werden, denn außer dem sehr starken Juckreiz würden diese den Hund nicht schädigen. Zudem verschwänden die Larven nach zwei bis drei Tagen von selbst. Komme es jedoch zu den oben beschriebenen Hautveränderungen und kratzt sich das Tier andauernd, sollte man seinem Hund helfen.

Hierzu sollten die „Milbennester“ laut aktion tier zunächst manuell entfernt werden. Danach kann der betroffene Vierbeiner noch mit einem Shampoo, das antiparasitäre Wirkstoffe enthält, gebadet werden. Bei besonders empfindlichen oder sehr stark befallenen Tieren kann zudem der Tierarzt mit Mitteln gegen das Ungeziefer und Medikamenten gegen den Juckreiz schnell Abhilfe schaffen.

Quelle: Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands - www.aktiontier.org.

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