thumb fot51346894-hunde-idee-300pxFür die Besitzer von Hunden stellt sich jedes Jahr an Karneval erneut die "Gretchenfrage". Wohin mit dem Hund? Vor allem in den Karnevalshochburgen hat man oft nur die Wahl: Mitfeiern oder Abstand halten.

Ganz zufrieden werden sich die Hundehalter fühlen, die auswärts ausführlich feiern, während Waldi zuhause friedlich auf der Hundedecke schlummert. Für alle anderen Fälle gibt es hier noch einige Tipps für stressfreie(n) Karneval / Fasching / Fasenacht mit bzw. ohne Hund.

 

Feiern! Karneval mit Hund?

OK, jetzt muss man kurz mal die "Moralkeule" rausholen, weil leider nicht alle Hundebesitzer von selbst daran denken: Natürlich sollte man Hunde nicht auf Karnevalssitzungen und Karnevalsumzüge mitnehmen. Sowohl Geräuschpegel als auch der Menschenauflauf wird bei fast allen Hunden Ängste und Stress auslösen. Anders als bei abgebrühten Polizeihunden kann man auch nicht vom Normalo-Hund erwarten, sich in diesem Fall nicht bedrängt zu fühlen. Ob Fluchtreflex oder Schnappreflex nach Jeckenbeinen, beides ist in diesem Zusammenhang nicht so schön.

fot51346894-hunde-idee-300pxWurfmaterial, herumliegende Glassplitter etc. bieten zusätzliche Gefahrenquellen. Tierschutzorganisationen wie "Vier Pfoten" oder der Deutsche Tierschutzbund raten auch deshalb, bei sämtlichen Karnevalsaktivitäten Rücksicht auf die Tiere zu nehmen.

Auch wenn Verkleidungen für die Jecken während der „tollen Tage“ nicht wegzudenken sind, so sollten sie besser darauf verzichten, auch ihr Tier zu kostümieren. Die meisten Kostüme wie T-Shirts, Mäntel oder Hüte schränken die Tiere in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Außer für Gesellschaftshunde, die im Winter regelmäßig wärmende Kleidung tragen, sind diese "Fummel" komplett ungewohnt und führen leicht zu Hunde-Stress. Das gilt leider auch für viele Karnevals-Artikel, die der Einzelhandel und Online-Shops für Hundebedarf inzwischen anbieten.

Für empfindliche Naturen ist der "Zuch of de Stroaß" und die Zündplättchen-Knallerei der wilden Kerle übrigens ähnlich problematisch wie die Silvester-Knallerei. Ein ruhiges Fleckchen in der sicheren Wohnung und das Anleinen beim Gassigang an kritischen Orten kann also Verdruss ersparen. 

 

Ohne Karneval oder ohne Hund?

Wer auf Karnevalsveranstaltungen oder beim Karneval in Kneipen und auf Straßen ausgiebig feiert, strapaziert dabei schnell mal die Ausdauer vieler Hunde, die eine so lange Abwesenheit der Besitzer sonst nicht gewohnt sind.

Entspannter für Herrchen, Frauchen und natürlich vor allem für den Vierbeiner ist es daher oft die "Trennung auf Zeit" Man sollte für diesen Fall frühzeitig die Hunde-Betreuung durch Verwandte oder Freunde in Betracht zu ziehen, die der Hund bereits gut kennt. Nur wenn alle tagelang feiern wollen, muss man sich Gedanken um Hundeprofis wie Hundepensionen oder "Hundesitter" machen. 

Ist der Hund wohlbehütet, kann man dann locker und ohne schlechtes Gewissen noch ein oder zwei Stündchen beim Feiern dranhängen. So jung kommt man nie mehr zusammen, keine Feier ohne Meier, einer geht noch, etc. Sorgen machen müssen Sie sich dann nicht um Ihren Hund sondern höchstens um den Kater, der nach durchzechter Nacht am nächsten Morgen plötzlich auftaucht. Viel Spaß bei Karneval / Fasching / Fasenacht!

P.S. Es geht natürlich auch ganz anders. Für Karnevalsverweigerer ist dann die beste Zeit für einen Kurzurlaub irgendwo im Grünen, weitab von den Karnevalshochburgen. Das macht auch Ihrem Hund sicher Spaß... 

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