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Knuddelig, klein, mit lustigen Bewegungen und teils geräuschvoll atmend. So stellt sich für einen unerfahrenen Hunde-Freund, der einen Mops kaufen möchte, die Hunderasse meist dar. Leider kann die niedliche Stubsnase den Mops-Hund unter Umständen heftig und lebenslang beim Atmen behindern. Ein Hunderassen-Zuchtverband möchte das nun ändern.

 

Dieser verbirgt sich hinter dem etwas sperrigen Namen des Mops-Pekinesen Rassehunde-Verband e.V., kurz MPRV. Selbstgestecktes Ziel: Durch die Arbeit des MPRV "wird der Mops sukzessive etwas von seiner Nase zurückerhalten, die er noch in den dreissiger Jahren als altdeutscher Mops besass" .

Das klingt zuerst einmal nur mäßig interessant, ist aber unter Tierschutz-Gesichtspunkten ein Riesenthema, nicht nur für Menschen, die einen Mops kaufen wollen. Die aktuell geltenden internationalen Zuchtstandards für den Mops haben in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt, das beliebte Kindchen-Schema mit großen Augen und relativ kurzer Nase dahingehend zu verstärken, daß die Mops-Nase immer kürzer gezüchtet wurde. Mit dem Erfolg einer fast komplett platten Nase. 

Mancher Mops hat Glück und kann trotz kurzer Nase offensichtlich fast problemfrei atmen. Das gilt allem Anschein nach nicht für alle Artgenossen seiner Hunderasse. Lebenslange Atemprobleme oder frühzeitiges Ableben sind denkbare Folgen. 

 

Mops kaufen ohne Reue 

Der MPRV fordert von anderen Züchtern, solche Zuchten nicht weiter zu fördern. Nach Ansicht des Verbandes aus dem einfachen Grund, damit Mops-Zucht nicht zur Qualzucht wird. "Der Mops hat ein Anrecht darauf, frei und ungehindert atmen zu können. Wenn also in Zukunft nach Erreichen unseres Zuchtziels der Nasenrücken der Möpse deutlicher länger hervorsteht, dann ist das kein Mangel, sondern eine von uns gewünschte Verbesserung der Rasse."

Dem MPRV zufolge gehört unter anderem dazu, dass die Augen beim Mops gut eingebettet und niemals vorstehend sind, im Seitenprofil ein deutlicher Fang zu erkennen ist und der "Nasenschwamm" vollständig freiliegt.

Weitere Informationen zu den von internationalen Zucht-Standards abweichenden Vorgaben des MPRV und weitere Infos finden sich auf der Homepage des MPRV . Sehr eindrücklich auch die dort zu lesende Empfehlung, um sich das Problem bewußt zu machen: "Allen Richtern, denen das nicht behagt, empfehlen wir das mehrtägige Tragen einer Wäscheklammer auf ihrer eignen Nase, um sich mit den bisherigen Atemproblemen der Möpse vertrauter zu machen."

Wer einen Mops kaufen möchte, sollte zumindest mit in Frage kommenden Züchtern über die Thematik sprechen und sich anhören, was diese dazu zu sagen haben. Es soll beispielsweise auch sogenannte Trittbrettfahrer geben, die sich bei der Mops-Zucht mit Zucht-Standards schmücken, die sich nicht immer einhalten können. Also Augen auf beim Mops-Kauf.

Siehe auch:

Hintergrundinformationen zu diesem Thema finden Sie in einem TV-Beitrag, der online abrufbar ist. Mehr Infos zur TV-Reportage über Qualzucht finden Sie hier.

Weitere Hunderassen-Infos zum Mops  

(Hundeartikel-Autor: wok) 

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