thumb richter hammer hundNiemand möchte bei der großer Hitze länger als nötig im Auto sitzen - das gilt besonders für Haustiere. Mit ihrem dicken Fell kann bereits eine kurze Wartezeit zur Belastung und ebenso zur akuten Lebensgefahr werden. Trotzdem lassen immer wieder Halter ihre Tiere im Wagen , während sie am Strand liegen oder einkaufen gehen. Wie kann man helfen, wenn ein im Auto zurückgelassener Hund leidet?

Hundebesitzer sollten während der Hitze ihre Haustiere stets im Blick behalten. Keinesfalls dürfen Hunde und andere Tiere alleine im Auto gelassen werden. Der Deutsche Tierschutzbund weist alljährlich darauf hin, dass ein geöffnetes Schiebedach oder Fenster  keinesfalls für genügend Abkühlung sorgt . Selbst innerhalb weniger Minuten könne das Fahrzeug zur tödlichen Falle werden. Auch bei bewölktem oder schwülem Wetter ohne direkte Sonneneinstrahlung steige die Temperatur im Inneren rasch auf 50 Grad und mehr an.

Durch den Sonnenlauf stehen auch im Schatten abgestellte Fahrzeug oft nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Die Folgen der für den Hund unerträglichen Temperaturen sind Überhitzung mit Übelkeit und Kreislaufproblemen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

 

Wie dürfen Passanten helfen?

Was sollten Passanten tun, die bei großer Hitze einen Hund  im verschlossenen Auto bemerken? "Zunächst sollte der Halter gesucht werden", rät Antje Greschak, Juristin bei der Advocard Rechtsschutzversicherung. "Auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters oder Supermarktes kann der Besitzer zum Beispiel per Lautsprecherdurchsage und Nennung des Nummernschildes gesucht werden."

Vor einem eigenmächtigen Rettungsversuch - etwa indem die Scheibe eingeschlagen wird - sollte man nach Greschaks Meinung absehen und stattdessen Polizei oder Rettungskräfte unverzüglich alarmieren. Nur wenn ein Notruf abgesetzt wurde und Gefahr in Verzug ist, sollte in letzter Konsequenz der Hund gewaltsam befreit werden. Sonst bestehe die Gefahr, wegen Sachbeschädigung am Fahrzeug belangt zu werden. Die Kosten für einen Rettungseinsatz von Polizei oder Feuerwehr muss laut Greschak in der Regel der Halter des Wagens bezahlen.

Checkliste für den Notfall für Passenten:

  • Kühlen Kopf bewahren und zunächst den Halter des Fahrzeugs suchen.
  • Polizei oder Rettungskräfte verständigen - so sind Sie auf der sicheren Seite.
  • Nur wenn das Leben des Tieres unmittelbar in Gefahr ist und nachdem ein Notruf abgesetzt wurde, sollte das Fahrzeug aufgebrochen werden.

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