Schnuppert tausende Aromen - Die Hundenase

fressnapfhundenase09-2012Kleine Spürnase - Foto: FressnapfDie Nase ist der Wahrnehmungsweltmeister unter den Sinnesorganen des Hundes. Er kann damit sogar genau die Fettsäuren erkennen, die zum Hautduft von Säugetieren gehören. Rehe oder Artgenossen wittert ein Hund deshalb lange bevor wir sie auch nur erahnen. Seine Nase riecht stereo – jedes Nasenloch separat – und ist um ein Vielfaches besser als unsere. Die menschliche Nase hat nur 20 bis 30 Millionen Riechzellen, die Dackelnase ca. 125 Millionen, ein Schäferhund sogar 220 Millionen.

Je länger die Schnauze eines Hundes ist, umso besser ist auch sein Geruchssinn, denn dann ist auch der Platz für die Schleimhaut größer, die Duftmoleküle aufnimmt. Drüsen sorgen dort für ständige Befeuchtung, weshalb die Hundenase immer kalt und feucht ist. Auf Fährtensuche atmen Hunde bis zu 300 Mal pro Minute ein, um ständige „Updates“ der Duftsituation zu bekommen. Das trocknet die Schleimhäute aus, weshalb Nasenarbeit unheimlich durstig macht.

Durch intensives Training kann die phänomenale Riechleistung eines Hundes gezielt im Dienste des Menschen genutzt werden. Für Polizei und Grenzschutz spüren Hunde Drogen oder Bomben auf, ausgebildete Rettungshunde finden vermisste oder verschüttete Personen und Feinschmeckern helfen Hunde bei der Suche nach Trüffeln.

Auch gesundheitlich eingeschränkten Menschen helfen Hunde mit dem richtigen Riecher: Ausgebildete Assistenzhunde können bei Epileptikern einen möglichen Anfall schon wahrnehmen, bevor er stattfindet. So kann sich der Mensch in eine sichere Position bringen, um sich während des Anfalls nicht zu verletzen.

(Quelle: Fressnapf)

"Wundern kann es mich nicht, daß Menschen die Hunde so lieben. Denn ein erbärmlicher Schuft ist, wie der Mensch, so der Hund. (Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

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