Bessere Bilder vom eigenen Hund 

Der geübte Foto-Amateur geht mit Hund auf Fotografen-Workshops oder liest dicke Bücher. Was aber macht der Foto-Laie, der einfach nur ein paar gelungene Hunde-Bilder  in die eigene Sammlung aufnehmen will?

Nun, wenn man sich über einige Grundprobleme und Lösungsansätze klar wird, hat man die Chancen auf ein oder zwei richtig gute Aufnahmen aus einer Foto-Session mit seinem Hund schon deutlich erhöht.

Etwas Glück und Zeit gehören immer dazu. Das ausgiebige Testen und spätere Auswählen aus einer größeren Anzahl von Bildern ist ja in den Zeiten der Digitalkamera unmittelbar und ohne Zusatzkosten möglich.

Hier noch ein paar konkrete Tipps:  

My little dog

Quelle: flickr -=RoBeE=- CC

  • Wie machen es andere, was spricht Sie an: Machen Sie sich ein Bild davon, was Ihnen an Tier- und speziell an Hundefotos von anderen gefällt. Surfen Sie im Internet und Sie bekommen Anregungen dafür, was Sie auch versuchen könnten. Die Hürde sollte erstmal tief liegen. Fotos wie das hier abgebildete sollten als Qualitätsmaßstab eher ein Fernziel sein.
  • Schnappschuss 1: "Griffbereit" heißt der Trumpf. Hunde halten ungern länger still und die schönsten Posen sind schnell vorbei. Wenn Ihre Kamera die Option bietet, lassen Sie das Gerät eine Weile eingeschaltet, das verkürzt den Vorlauf zum schnellen "Klick" entscheidend.
  • Schnappschuss 2: Eine möglichst kurze Verzögerung beim Kameraauslöser. Das Digitalkameraproblem schlechthin - vom Fingerdruck auf dem Auslöser bis zur Aufnahme vergeht je nach Kamera manchmal eine Sekunde oder länger. Ein Grund, beim nächsten Kamerakauf auf gute Werte in diesem Bereich zu achten. Tricksen kann man hier an der alten Kamera leider nur noch indirekt. Nur, indem man sehr frühzeitig abdrückt oder soweit vorhanden, die Funktion nutzt, in direkter Folge mehrere Aufnahmen mit einem Klick auszulösen. Eine Technik,  die Profis schließlich auch mit gutem Grund benutzen.
  • Sicherer Stand: Hunde bewegen sich gerne schnell (OK, es gibt Ausnahmen ;-). Seien Sie Ihrem Hund ein klein wenig voraus, richten Sie Ihre Kamera auf einen Bereich aus, in den er in einer Sekunde ins Bild läuft. Und dann, siehe oben: Frühzeitig abdrücken.
  • Belichtungszeit: Der Profi weiß: Um Bewegung im Bild einzufangen, ist meist eine kurze Belichtungszeit nötig, z.B. 1/500 Sekunde. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann, wirft einen Blick auf die Symbole an den Funktionsknöpfen seiner Kamera. Als Piktogramm angedeutete Läufer oder ähnliche Symbole optimieren die Belichtungszeit für schnell bewegliche "Ziele".
  • Licht: Gegenlicht-Aufnahmen sind immer etwas Glücksache. Wenn es klappt, hat man aber oft einen schönen Effekt mit starken Kontrasten. Generell sind bei Außenaufnahmen natürlich Tage zu bevorzugen, an denen sich die Sonne zeigt, weil das die Kontraste gegenüber Grau-in-Grau Tagen erhöht. Morgens und abends sind zudem durch den schrägen Lichteinfall klare Konturen und eine leicht dreidimensionale Wirkung von Fotos einfacher zu erzielen als bei hochstehender Sonne.
  • Sitzender / liegender Hund - Tiefenschärfe: Mit diesem Thema kann man ganze Fotobuch-Kapitel füllen. Für den Laien ist der einfachste Tipp, auf der Kamera nach Symbolen für "Portrait" (Gerne als einzelner Menschenkopf symbolisiert) Ausschau zu halten. Diese Voreinstellung sorgt für eine leicht reduzierte Tiefenschärfe. Das heißt, der Vorder- und Hintergrund um das gewählte Motiv herum ist leicht unscharf und zieht damit die Aufmerksamkeit auf das Hauptmotiv.
     
  • Der "bunte Fleck": Ist Ihr Hund ein unabhängiger Geselle, der die fotografiertauglichen Kunststücke oder Verrenkungen gerne am anderen Ende der Wiese macht, sieht das Foto-Ergebnis meist auch so aus: Kleiner brauner Labrador-Hüpfer in grüner Landschaft. Wenn Sie eine moderne und hochauflösende Kamera Ihr Eigen nennen, sollten Sie das Foto trotzdem nicht automatisch löschen. Wenn das Motiv sich lohnt, können Sie die Vergrößerung eines Bildausschnitts als Fachmann selbst (Tipp: kostenlose Foto-Software picasa) und als Laie über den Fotoeinzelhändler Ihres Vertrauens anfertigen (lassen). Foto-Discounter und Bildentwickler im Internet bieten solche Dienste bisher meist unzureichend an.

SAY HELLO TO PICKLE...

Quelle: flickr Neal- CC

Zum guten Schluss das Wichtigste: Glück und Ausdauer führen meist zu einem guten Ergebnis. Denn mit dem Testen und Ausprobieren lernen Sie schnell, klassische Fehler zu vermeiden. Schöne Fotos haben oft auch etwas mit Arbeit zu tun. Allerdings Arbeit, die viel Spaß machen kann.

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