Steuer-Tipps für Hunde-Besitzer

Hunde sind unbezahlbar, das werden viele Haustierbesitzer bestätigen. Leider ist die Haltung eines Hundes mit regelmäßigen Kosten verbunden. Doch nur wenige wissen, dass man mit einigen anfallenden Hunde-Kosten auch Steuern sparen kann. Denn einige der Ausgaben kann man sich zumindest teilweise über die jährliche Steuererklärung zurückholen. 

Darauf weist der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH). hin. Besonders interessant seien dabei folgende Steuerspartipps für Menschen mit Hund:

Hunde-Haftpflicht steuerlich absetzbar

Ausgaben für eine Hunde-Haftpflicht, offiziell "Hundehalterhaftpflicht" können demnach wie andere privaten Versicherungen auch als Sonderausgabe Einkommensteuererklärung angesetzt werden. Vorausgesetzt, der zulässige Höchstbetrag für Sonderausgaben bei der Steuer wird nicht bereits durch andere Ausgaben ausgeschöpft wurde (Einzelveranlagung 1.900 €, bei Zusammenveranlagung 3.800 €). Die VLH weit in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Unterschied zur Hunde-Haftpflicht eine Tierkrankenversicherung leider nicht steuerlich absetzbar sei (siehe auch: Hundehaftpflicht Tarif-Vergleich).

Hundebetreuung bzw. Hundesitter von der Steuer absetzen

Wer regelmäßig seine Steuererklärung macht, kennt wahrscheinlich den Begriff der "haushaltsnahen Dienstleistungen". Der VLH hat hierzu eine gute und eine weniger gute Nachricht. Private Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel beim Ausführen, ist leider nicht steuerlich absetzbar. Auch wenn diese Hilfe finanziell vergütet wird. Wenn hingegen ein gewerblich angemeldeter Anbieter, z.B. ein Hundesitter, in die eigenen vier Wände komme, sei dies hingegen eine haushaltsnahe Dienstleistung. Wer vor den Corona-Beschränkungen im Jahr 2020 solche Dienstleistungen genutzt hat, könne deshalb in der Regel einen Teil der Ausgaben von der Steuer absetzen. 

Sollten im Laufe des Jahres 2021 Einschränkungen wieder gelockert werden bzw. entfallen, sollte man laut dem Lohnsteuerhilfeverein folgendes dabei beachten:

  • 20 Prozent der jeweils anfallenden Anfahrts-, Arbeits- und Lohnkosten erkennt das Finanzamt steuermindernd an. Man trägt die Rechnungssummen ihrer haushaltsnahen Dienstleistungen des jeweiligen Kalenderjahres  in die Steuererklärung ein. Das zuständige Finanzamt zieht dann (hoffentlich) 20 Prozent dieser Kosten von der Steuerschuld ab.
  • Allerdings ist der jährliche Steuervorteil für haushaltsnahe Dienstleistungen auf 4.000 Euro begrenzt.
  • Materialkosten werden nicht berücksichtigt. Deshalb sollten unterschiedliche Kostenarten in der Rechnung getrennt ausgewiesen werden. 

Auf Feinheiten achten: Dann kann es klappen mit der haushaltsnahen Dienstleistung 

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die wörtliche Bezeichnung "haushaltsnahe Dienstleistung". Eine Dienstleistung zur Pflege und Betreuung des Tieres muss laut dem VLH deshalb hauptsächlich im Haushalt des Hundebesitzers stattfinden, also in dessen Haus oder Wohnung bzw. auf dessen Grundstück.  Das ist zumindest während geltenden Corona-Kontakteinschränkungen schwierig. Auch die Dienste einer Hundepension würden nicht vom örtlichen anerkannt werden. 

Besser sähe es aber wieder mit reduzierten Corona Kontakt-Beschränkungen aus. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe argumentiert, man könne unter Umständen den Hundesitter auch von der Steuer absetzen, wenn dieser regelmäßig mit dem Tier nach draußen geht und das Grundstück des Halters verlässt. Voraussetzung wäre, dass der Gassi-Service Teil eines umfassenderen Betreuungsangebots ist. Dafür müssten ein Teil der Dienstleistung wie beispielsweise Füttern, Pflegen und Hunde-Sitting vor allem im Haushalt des Hundehalters erledigt werden. Im Gegensatz zu einem reinen Abhol-und-Bring-Dienst ließe sich so ein Gesamtpaket in der Steuererklärung steuermindernd ansetzen. 

Wichtig - Rechnung + Überweisung: Nicht nur bei haushaltsnahen Dienstleistungen wichtig sind Belege über die erbrachte Dienstleistung. Dazu gehört sowohl eine Rechnung des Dienstleisters wie auch einen Bank-Überweisungsbeleg über die Bezahlung der Rechnung. 

 

(Quelle: Erstellt unter Verwendung von Material von ots/Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. - VLH, dem nach Eigenangaben größtem Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit. Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.)

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