Hund zieht Lefzen hoch

Hundebesitzer konnten offensichtlich in Einzelfällen Hunde mit dem Corona-Virus Covid-19 anstecken. Das belegen zwei neue Studien, denen zufolge dies allerdings nur in seltenen Fällen geschah. 

  • An der Universität Hong Kong wurden laut dem Artikel im Fachmagazin "Nature" die 15 Hunde für den Test ausgewählt, weil die Tiere wegen der Corona-Erkrankung der Besitzer von staatlichen Stellen aufgenommen worden waren.  
  • Laut dem "Nature"-Artikel wurde in der relativ kleinen Studie eine Covid-19 Infektion bei 2 von 15 untersuchten Tieren nachgewiesen.   
  • Die Hunde schienen bei den Tests keine akuten Symptome zu zeigen.
  • Es gibt laut bisherigen Erkenntnissen und auch nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO bisher keine Hinweise, dass Haustiere eine Rolle bei der aktuellen Ausbreitung des Virus gespielt haben. 

Insgesamt besteht derzeit offensichtlich auch keine Gefahr, dass das Virus sich unter den Hunden selbst verbreitet bzw. überhaupt weitergegeben wird.  Denn in einer früheren und deutlich größeren Studie wurden insgesamt 4000 Proben von Katzen, Hunden und Pferden untersucht. Alle Tiere lebten in Orten, in denen sich zu diesem Zeitpunkt Covid-19 bei Menschen stark ausbreitete. Dennoch konnte in der Studie bei keinem einzigen Tier eine Infektionen nachgewiesen werden. 

Lediglich bei Katzen war es bisher überhaupt möglich zu zeigen, dass sich die Tiere auch untereinander anstecken können. Dies allerdings auch nur bei Experimenten unter Laborbedingungen und ebenfalls ohne   Symptome bei den Katzen. 

Trotzdem wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, dass mit dem Corona-Virus infizierte Besitzer von Haustieren in der akuten Phase der Infektion den engen Kontakt mit ihren Haustieren einschränken sollten. 

Siehe auch: 

Corona und "Social Distancing": Warum Hunde gerade jetzt wichtig sind

Weitere Hunde-News + Artikel

Diese Seite verwendet Cookies. Durch den Besuch der Website stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu: Datenschutzeinstellungen