Hunde- und Katzenbesitzer, die jetzt im Frühjahr ihre Haustiere mit einem sicheren Zeckenschutz ausstatten wollen, sollten dabei auch mögliche Unverträglichkeiten beachten. 

Zecken sind für viel Hunde und Katzen nicht nur lästig, sie können unter Umständen auch ernsthafte Krankheiten übertragen. Deswegen greifen viele Haustierbesitzer zu Schutzpräparaten, die in der Regel unter dem Fell auf die Haut der Tiere aufgetragen werden.  Entscheidend ist dabei die Wahl eines für das jeweilige Tier passenden Präparates. Nicht alle für Hunde  zugelassene Produkte können beispielsweise auch für Katzen verwendet werden. Darauf weist anlässlich der beginnenden Zecken-Saison der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) hin.

Die bekanntesten gesundheitlichen Zecken-Gefahren für Haustiere

  • Hunde und Katzen leiden in Deutschland am häufigsten unter sogenannten Schildzecken (z.B. der sogenannte "Holzbock").  Durch ihn kann die Erreger der Borreliose oder der Anaplasmose übertragen werden.
  • Die hier ebenfalls vorkommende Auwaldzecke kann Überträger der Babesiose sein, die speziell für Hunde ein Gefahren-Thema darstellt.
  • Die dritte bekannte Zeckenart ist die Braune Hundezecke, die allerdings auch Ketzen befällt. Sie kann neben dem Babesiose-Erreger  auch Ehrlichiose übertragen. 

Die richtigen Präparate für die Zecken-Saison 

Je nach kalter bzw. milder Witterung sind die kleinen Krabbeltiere schon früher im Jahr unterwegs, doch spätestens ab ca. Mitte März beginnt die klassische Zecken-Zeit. Neben Hunden gehören auch Freigängerkatzen zu den besonders gefährdeten Tieren. Wichtig für Katzen ist laut dem Bundesverband für Tiergesundheit , dass bei ihnen ausschließlich solche Mittel angewendet würden, die speziell für sie zugelassen sind.

Denn einige Präparate, die z.B. für Hunde, zugelassen sind, könnten nach Angaben des BfT bei Katzen zu schweren Unverträglichkeiten führen oder sogar tödlich sein. Dies gelte  speziell für Präparate mit dem Wirkstoff Permethrin, der für Hunde sehr gut verträglich ist, von der Katze aber nicht verstoffwechselt werden könne.

Vorsicht sei auch bei Hausmitteln geboten, die aufgrund ihrer "natürlichen" Herkunft vermeintlich gut verträglich sind. Gern genutzte Öle wie Teebaumöl könnten demnach ebenfalls zu schweren Vergiftungen führen. Um hier keine Risiken einzugehen, empfiehlt das BfT, in diesem Fall  besser auf zugelassene Tierarzneimittel zurückgreifen und die Packungsbeilage vor der Anwendung genau zu lesen. Im Zweifel helfe ein Beratungsgespräch beim Tierarzt.

(Quelle: Artikel erstellt mit Material des BfT/ots)

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