Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen beginnt wieder der jährliche Siegeszug der Zecken. Die kleinen Plagegeister scheinen sich bei uns immer wohler zu fühlen. Untersuchungen zeigen jetzt, dass Zecken immer früher und immer länger aktiv sind.

Dies erklärte Dr. Gerhard Dobler vom Nationalen Konsiliarlabor für FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auf einer Pressekonferenz von MSD Tiergesundheit zum Thema Parasitenschutz. Untersuchungen zeigen laut Dobler, dass in den letzten 20 Jahren FSME-Fälle beim Menschen rund 4 Wochen früher und bis 4 Wochen später im Jahr gemeldet werden. Dies belege, dass sich die Aktivitätsperiode der Zecken um ganze 2 Monate verlängert hat. Davor blieben auch Haustiere wie Hunde nicht verschont, sie würden früher und länger von Zecken befallen.

 

Neue Zeckenarten werden zur Gefrahr

Seit Jahren ist schon ein stetiger Vormarsch der Auwaldzecke aus den ursprünglich südlichen Gebieten in Richtung des Westen von Deutschland zu verzeichnen. Jetzt kommen auch noch weitere Zekcenarten hinzu. So traten 2018 erstmals größere Zahlen der bislang ausschließlich in den Tropen und Subtropen heimischen Zecken der Gattung auch die neue Zeckenart Hyalomma in Deutschland auf. Experten sind sich sicher, dass dies vor allem auf den trockenen Sommer zurückzuführen ist. Laut Gerhard Dobler kann die Hyalomma gefährliche Erreger wie das Krim-Kongo-Fieber-Virus oder Fleckfieber-Bakterien auf Menschen und Tiere übertragen. Falls sich entsprechend trockene Sommer wie 2018 mehrmals wiederholen, müsse durchaus mit einer Etablierung der Zeckenart in Deutschland gerechnet werden.

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