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Seit Jahren versuchen Tierschutzorganisationen, illegalen Tierhändlern das Geschäft auf Online-Marktplätzen wie ebay zu erschweren. Kranke und in professionellen Vermehrungsstationen unter üblen Umständen "produzierte" Welpen werden immer noch im großen Stil auch in Deutschland verkauft. Die Kleinanzeigen-Beschreibung hat dabei meist nichts mit der realen Situation zu tun. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" bittet nun Hundefreunde mit einer Petition darum, auf ebay mit Nachdruck einzuwirken und gängige Praktiken weiter bekannt zu machen. 

VIER PFOTEN ist seit 2016 im Gespräch mit eBay Kleinanzeigen. Die Tierschützer fordern schon lange strengere Richtlinien für den Handel mit Tieren im Internet. Denn illegaler Welpenhandel ist immer noch ein Millionengeschäft und reine Tierquälerei.  

 

Das Problem beim Verkauf von Welpen über das Internet

Die Anonymität auf Online-Plattformen wie eBay Kleinanzeigen machen den Handel mit kranken, traumatisierten Tieren immer noch kinderleicht. eBay weiß laut "Vier Pfoten", dass sich neben verantwortungsvollen Nutzern auf seinen Kleinanzeigen-Plattformen auch jede Menge kriminelle Händler tummeln – tue aber wenig dagegen. Denn immer noch könnten Welpenhändler  auf eBay Kleinanzeigen ohne jeglichen Identitätsnachweis und mit Hilfe von mehreren Konten ihren skrupellosen Geschäften nachgehen.

Wenn man den Recherchen der Tierschützer und den Schätzungen aus der Szene Glauben schenkt, stammt immer noch ein relativ großer Teil der auf ebay angebotenen Tiere aus unseriösem Welpenhandel. Viele Welpen seien entgegen den Angaben im Inserat weder gechipt noch geimpft und wurden oft unter skandalösen Bedingungen aufgezogen. Die Tiere sind schlecht gepflegt und wurden häufig viel zu jung von ihren Müttern getrennt. Auch Tierheime berichten wiederholt von dramatischen Wochen nach dem Kauf, weil der Hund kränkelt oder gar stirbt. Überlebt das Tier, ist es nicht selten ein Pflegefall, das ständig zum Tierarzt muss und dauerhafte medizinische Probleme hat. 

Der ehemalige Welpenhändler und Whistleblower Andreas K. berichtet, wie einfach es durch die Anonymität auf eBay Kleinanzeigen war, kranke und traumatisierte Tiere zu verkaufen. 

Was bisher geschag - die ebay-Chronik der Vier Pfoten Aktion

 

 

Was bisher erreicht wurde

Offensichtlich hat auch Ebay das Problem zumindest erkannt. Im Kleinanzeigenmarkt ebay-kleinanzeigen.de wird beim Aufruf eines Angebotes ein Hinweis eingeblendet, der dazu aufruft, sich vor unseriösem Welpenhandel zu schützen und keine Tierquälerei zu unterstützen. Mit einem Link wird auf eine Checkliste für den Welpenkauf (wuehltischwelpen.de) verwiesen. 

 

Das fordern die Tierschützer

Mit der Kampagne #dankeebay fordern die Tierschützer die Einführung einer Verkäufer-Identitätsprüfung speziell für Verkäufe in der Tierkategorie und die Einführung von Tierschutzstandards auf allen eBay-Kleinanzeigenplattformen weltweit. Aktiv werden - hier kann man die Petition von VIER PFOTEN unterstützen: https://help.four-paws.org/de-DE/welpenmafia-auf-ebay-stoppen

Damit werden auch diejenigen Verkäufer auf ebay wieder in das richtige Licht gerückt, die nach anerkannten Standards Welpen aus eigener Zucht aufziehen und an Hundefreunde weitergeben wollen. Doch auch wenn man sich selbst das Erkennen der "weißen" und "schwarzen Schafe" unter Verkäufern zutraut, auch wenn man nach persönlichem Kontakt einen Verkäufer für vertrauenswürdig hält und sich an bestehende Checklisten hält (z.B. auf wuehltischwelpen.de). Ein Rassehund von anerkannten Züchtern kostet oft mehr als 600 Euro. Dumpingpreise auf ebay und anderen Verkaufsportalen sollten in jedem Fall hellhörig machen.

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