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Hund mit Strohhut

Sie interessieren sich für den Schutz von Natur und Tieren? Trotz großer gesellschaftlicher Fragen sind ungewöhnlich viele Wähler vor der Bundestagswahl 2017 noch unentschlossen, wem Sie Ihre Stimme geben sollen. Zeit also, sich auch einmal "Spezial-Themen" wie den Tierschutz genauer anzusehen, um bei der Entscheidungsfindung für die Wahl etwas zu helfen.

Manche mögen sagen, es gäbe wichtigere Fragen bei der Wahl. Doch gerade für unentschlossene Wähler können Themen, die öffentlich kaum besprochen werden, oft das entscheidende Kriterium sein.  Der "Deutsche Tierschutzbund" hat die Parteiprogramme der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien zu mehreren Kernthemen ausgewertet, mit interessanten Ergebnissen. 

 

Tierschutzgesetzes und der Verbandsklage 

Für eine grundlegende Reform des Tierschutzgesetzes mit dem Ziel, das Leben der Tiere deutlich zu verbessern, setzen sich fast laut Parteiprogramm SPD, Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen ein. Dies gilt auch für die Einführung einer Verbandsklage. Damit hätten neben Verbraucher- und Natur- auch Tierschutz-Organisationen eine rechtliche Handhabe, um wirkungsvoller gegen Verstöße gegen den Tierschutz vorgehen zu können. Die CDU hält in beiden Fragen die bisherigen Regelungen für ausreichend.

 

Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen

Alle bisherigen Bundestagsparteien formulieren ein eigenes Konzept zur Begrenzung bzw. zum schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen. Teils sind die Antworten hierzu allerdings sehr unkonkret und mit Allgemeinplätzen versehen. (Siehe ext. Link: Ausführliche Antworten der Parteien).

 

Verbot von Wildtieren im Zirkus

Für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus sprechen sich SPD, Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen aus. Bei der CDU fehlt dieser Punkt im Parteiprogramm.

 

Einführung eines staatlichen Tierschutzlabels

Verbraucher sollen Tierwohl sicher erkennen können. Deshalb wollen CDU und SPD ein freiwilliges staatliches Tierschutz-Label für Nutztiere. Die Einführung soll dazu beitragen, das Tierwohl zu verbessern und die Marktchancen der betreffenden Betriebe zu erhöhen. Auf die Wirkung eines freiwilligen Tierschutz-Labels vertrauen die Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen nicht. Sie wollen stattdessen eine gesetzliche Verpflichtung umsetzen.

 

Alle im Bundestag vertretenen Parteien haben übrigens den detaillierten Fragenkatalog des Deutschen Tierschutzbundes zur Wahl beantwortet. Die ausführlichen Antworten der verschiedenen Parteien zu den oben genannten und weiteren Tierschutz-Themen finden Sie auf den Seiten des Deutschen Tierschutzbundes: Ausführliche Antworten der Parteien.

 

Die FDP hat andere Prioritäten

Auch der Bundesverband der Tierversuchsgegner hat die Programme der Volksvertreter verglichen. Neben den bisherigen Bundestagsparteien haben Sie sich auch die FDP angesehen. Hier ist das Ergebnis ernüchternd. Diverse Themen kommen im Wahlprogramm der FDP nicht vor oder werden explizit abgelehnt. Vorhandene Tierschutzthemen sind vom Tenor "Freiwilligkeit statt Verbote" geprägt.

Alle Fragen und Antworten sowie eine Ampel-Tabelle mit roten, gelben und grünen Markierungen für diverse Tierschutzthemen sind auf der Website des Bundesverbandes der Tierversuchsgegner zu finden. www.tierrechte.de/themen/wahlen/bundestagswahl-2017

 

Alle Themen der Wahl - Parteien im Vergleich

Egal, welche Themen noch Ihre Meinung zu den Parteien prägen und ob Sie unentschlossen sind. Informieren Sie sich! Auch zur Wahl zum Bundestag 2017 gibt es wieder einen "Wahl-o-mat". Dort können Sie bequem online alle großen Themen mit Ihrer Meinung bewerten. 38 Thesen können mit "stimme zu", "stimme nicht zu", "neutral" oder "These überspringen" beantwortet werden Das Frage-und-Antwort-Tool zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. http://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/

Gehen Sie bitte zur Wahl. Jede Stimme ist wichtig!

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