Es ist Frühling, die Natur erwacht - und damit auch leider die Zecken. Die kleinen Blutsauger lauern im Gras und im Unterholz.

Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V (BfT) weist anlässlich des Frühlingsbeginns auf die Gafahr hin, dass Zecken Überträger von gefährlichen, vor allem für den Hund teils lebensbedrohlichen Krankheiten sein können, wie zB. Borreliose oder Babesiose.

Auch die für den Menschen gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch von Zecken übertragene Viren ausgelöst. Die Zahl infizierter Zecken in Hochrisikogebieten wird auf etwa ein bis vier Prozent geschätzt. In allen Gegenden, in denen ein Infektionsrisiko für den Menschen besteht, ist auch der Hund gefährdet. Anders als beim Menschen kommt es bei Hunden jedoch seltener zu einer Erkrankung.

Eine aktuelle Umfrage ergab laut BfT-Angaben, dass die Zeckenproblematik den Hundehaltern sehr bewusst ist. 89 Prozent gaben an, dass sie bereits Maßnahmen zum Zeckenschutz treffen.

Besonders wichtig sei ein lückenloser Zeckenschutz, um einen Befall und damit eine mögliche Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Dies gelte vor allem für Tiere mit ganzjährigem Auslauf oder engem Kontakt zu Artgenossen. Bei diesen gefährdeten Hunden ist nach Ansicht des BfT darüber hinaus eine Borreliose-Impfung empfehlenswert.

Nach einem Spaziergang sollten die Tiere auf jeden Fall sehr gründlich auf Zecken hin untersucht werden. Am häufigsten macht es sich in Deutschland die Schildzeckenart Ixodes ricinus, besser als Holzbock bekannt, auf einem Wirtstier gemütlich. Dieser Blutsauger ist nicht allzu wählerisch und befällt über 200 verschiedene Tierarten. Er ist auch der Überträger der Borreliose-Bakterien.

Daneben gibt es die Auwaldzecke, die durch ihr marmoriertes Rückenschild auffällt und deshalb auch als Buntzecke bezeichnet wird. Sie ist dafür bekannt, dass sie die Erreger der Babesiose überträgt. Insgesamt sind von den weltweit über 800 Zeckenarten 20 in Deutschland heimisch.

Besonders hartnäckig ist die Braune Hundezecke, die sich auch in geschlossenen Räumen weiterentwickeln kann.

(Quelle: Unter Verwendung von Material von ots 7 Bundesverband für Tiergesundheit e.V.)

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