Am 25.02.2016 hat das EU-Parlament einem europaweiten Datenaustausch bei der Registrierung von Katzen und Hunden zugestimmt. Das Hauptziel ist, den illegalen Handel mit Haustieren zu bekämpfen. Der illegale Handel wird zunehmend mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht und stellt nach Ansicht der Abgeordneten eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar.

Damit ist allerdings noch immer kein Gesetz verabschiedet. In einer sogenannten nichtlegislativen Entschließung fordert das Parlament die europäische Kommission auf, sicherzustellen, dass alle Mitgliedstaaten über kompatible Datenbanken für die Registrierung von Hunden und Katzen verfügen bzw. zu prüfen, ob solche Datenbanken auch für andere Haustiere eingerichtet werden sollten.

Hintergrund der Entschließung des Parlaments zum jetzigen Zeitpunkt ist, dass ein Entwurf für ein Tiergesundheitsrecht voraussichtlich auf der März-Plenarsitzung zur Abstimmung stehen wird.

Der illegale Handel mit Haustieren, vor allem mit Hunden, ist seit langem ein Problem. Die Tiere werden meist unter schlechten hygienischen Bedingungen aufgezogen, unzureichend ernährt und die Welpen zu früh von den Müttern getrennt. Schlechte Bedingungen bei langen Transporten bis zum Verkaufsort komplettieren die auf Gewinnmaximierung ausgelegte "Billigzucht". Das Ergebnis sind oft erkrankte Tiere, teils auch mit ansteckenden Krankheiten bzw. für die Tiere lebensbedrohenden Infektionen.

 

Tierschützer forden bereits seit langem eine Verschärfung der Maßnahmen gegen illegalen Welpenhandel. Durch die Registrierung besteht die Hoffnung, dass mit diesem und weiteren Schritten die Herkunft der Tiere und der Handel zukünftig besser kontrolliert werden können.

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