Urlaubszeit, Reisezeit. Wo ist der sicherste Platz für Hunde und Katzen im Auto? "Ganz klar in einer ausreichend großen Transportbox", sagt TÜV Rheinland-Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander und betont, dass sich viele Tiere fühlen sich in der Höhlenatmosphäre sogar pudelwohl fühlen würden. Damit bestätigt der TÜV Rheinland seine Einschätzung aus dem Jahr 2012. Thront ein Tier jedoch ungesichert auf der Hutablage, werde dieses bei einer Vollbremsung oder einem Unfall zum gefährlichen Geschoss.

Ein etwa 20 Kilogramm schwerer Hund entwickelt bei Tempo 50 eine Aufprallwucht von über einer halben Tonne. Der Hund überlebt den Crash wahrscheinlich nicht, Herrchen oder Frauchen drohen schwere Verletzungen durch den fliegenden Vierbeiner.

 

Verletzungsgefahren verringern

Bei kleineren Hunden sollte nach Ansicht des TÜV die kompakte Box im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden. Für größere Boxen bietet sich der Laderaum von Kombis, Vans und SUVs an. Hierbei sollten Hundebesitzer darauf achten, dass das Behältnis quer zur Fahrtrichtung direkt an die Lehne der Rücksitzbank gestellt wird. So verteilen sich bei einem Aufprall die Kräfte gleichmäßiger, der Hund übersteht die Belastung besser. Hilfreich ist auch eine zusätzliche Sicherung der Transportbox mit Hilfe von Spanngurten und ein stabiles, möglichst fest installiertes Trenngitter. Bei einem schwereren Unfall reduziert kann dies die Gefahr von Verletzungen durch die Box für die Personen im vorderen Fahrgastbereich begrenzen.

Beim Kauf von Boxen oder Rückhaltesystemen sollte laut TÜV Rheinland unbedingt auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das unter anderem auch TÜV Rheinland vergibt, geachtet werden. Außerdem sollten die Produkte nach der Crashtest-Prüfnorm ECE R17, ECE R126 oder DIN 75410-2 getestet sein.

Der TÜV weist auch darauf hin, dass Tiere rein rechtlich eine Ladung sind, die ausreichend gesichert sein muss. Verursache ein herumspringender Hund einen Unfall, drohten ein Bußgeld und Abschläge bei der Vollkaskoversicherung".

 

Spezielle Rückhaltesysteme

"Haltegeschirre, die am Gurtschloss oder mit Isofix-Haken befestigt werden, sind nur zweite Wahl", erklärt der TÜV Rheinland-Fachmann. Sie würden zwar dafür sorgen, dass das Tier den Fahrer unterwegs nicht behindert, böten aber bei einem Unfall einen nur begrenzten Schutz. Wenn schon ein Geschirr verwendet wird, dann sollte auf breite Gurte und solide Verschlüsse geachtet werden, mit denen der Hund stramm festgeschnallt wird - was wiederum viele Tiere als unbequem empfinden würden.

(Quelle: Unter Verwendung von Material des TÜV Rheinland)

Siehe auch: Hunde-Transport im Auto - Tipps zur richtigen Sicherung
Urlaub mit Hund - Verzeichnis für Ferien-Unterkünfte


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