thumb fot51337135-hund-stuhllehne-600pxStudie - Was geben Besitzer für Ihre Haustiere aus? Für welche Bereiche am meisten? Ist der Bereich durch die große Anzahl an Dienstleistungen und durch die mit Haustier-Produkten verbundenen Branchen inzwischen ein bedeutender Wirtschaftszweig?

Die von Prof. Ohr an der Universität Göttingen Mitte November 2014 veröffentlichte "Heimtierstudie" beantwortet viele dieser Fragen. Die Studie zum „Wirtschaftsfaktor Heimtierhaltung“ wartet dabei mit beeindruckenden Zahlen auf.

Die Heimtierhaltung in Deutschland steht demnach im Zusammenhang mit einem Umsatz von über 9,1 Mrd. Euro pro Jahr, das entspricht etwa 0,32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Thema "Wirtschaftsfaktor" wird aber noch besser greifbar, wenn man die damit verbundene Zahl an Arbeitsplätzen liest: Laut Studie sind es ca. 185.000 - 200.000. Dabei sei allein die Hundehaltung für mehr als 50 Prozent verantwortlich.

 fot51337135-hund-stuhllehne-600pxNoch ein Leckerchen? Wer kann diesen Augen schon widerstehen?

 

Geschätzte Ausgaben der Deutschen für Hunde pro Jahr

Doch wofür geben die Tierbesitzer das meiste Geld aus? Auch wenn ein Teil der Daten nur auf Schätzungen beruht, ist die Dimension der Ausgaben beeindruckend.

Futter - Der größte Brocken bei den Ausgaben ist demnach mit Abstand das Futter für Haustiere. 3,75 Milliarden Euro, davon 1,665 Milliarden pro Jahr nur für Hundenahrung.

Haustier-Gesundheit wird in der Studie mit geschätzten 2,1 Milliarden Euro Umsatz angesetzt, 1,1 Milliarden davon allein für die Hunde-Gesundheit. So gehen beispielsweise 87 Prozent der Hundehalter mindestens einmal im Jahr zum Tierarzt, die laut Befragungen dort jährlich 200 Euro für Behandlungen ausgeben. Auch Tierphysiotherapeuten und -heilpraktiker zählen mit Ihren Einnahmen zu diesem Wirtschaftszweig.

Tierzucht und Handel - insgesamt wird der jährliche Umsatz aus Zucht und Erwerb von Hunden auf 300 – 350 Mio. €uro geschätzt.

Für Hundehalter-Haftpflichtversicherungen und Heimtier-Krankenversicherungen
zusammen wird pro Jahr ein Betrag von etwa 450 Mio. €uro geschätzt.

Für Tierpensionen, Tierhotels und Hundetagesstätten wird ein Betrag von 65 – 70 Mio. €uro geschätzt, der zu über 80 Prozent der Hundehaltung zuzurechnen ist.

Für Hundeschulen wird ein Umsatz von ca. 75 Mio. €uro angesetzt.

Die Hundesteuer - die Hundesteuereinnahmen 2013 betrugen rund 300 Mio. €uro73 und machten damit etwa 0,53 Prozent der Gemeindesteuern aus.

Die Studie macht auch Prognosen für zu erwartende Entwicklungen in der Zukunft. Unter anderem zeige sich bei der tierärztlichen Versorgung eine zunehmende Akzeptanz kostenintensiver Behandlungen (Intensivmedizin), ähnlich der in der Humanmedizin.

Bei den Hundehalter-Haftpflichtversicherungen könne sich noch ein weiterer Zuwachs ergeben, da diese Versicherung auch in weiteren Bundesländern noch Pflicht werden kann. Außerdem würde voraussichtlich die Anzahl an kommerziellen Tierbestattungen, insbesondere Einäscherungen, zukünftig weiter zunehmen.

Mehr Infos zur Studie - Uni Göttingen

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