Das klingt ja einfach - einen Hund anschaffen und länger gesund bleiben. Das "Haustier gegen Schlaganfall" und gegen sonstige Krankheitsbilder hört sich ja zunächst ganz angenehm an. Doch ein kleines Problem gibt es leider, man muss trotzdem etwas tun. 

Es gibt Statistiken, die beruhigen und schmeicheln jedem (vorbildlichen) Hundebesitzer, speziell wenn es um Volkskrankheiten wie Krebs und Schlaganfall geht. Wer sich von seinem Hund regelmäßig in das wechselhafte deutsche Wetter hinauslocken lässt, hat demnach auch langfristig etwas davon.

Risikofaktor Nummer 1 für einen Schlaganfall ist und bleibt Bluthochdruck. Speziell bei leichten Blutdruckerhöhungen kann der Patient jedoch mit konsequenter Änderung des Lebensstils viel erreichen, manchmal sogar Medikamente überflüssig machen. Eine gesunde mediterrane Ernährung, ausreichend Bewegung in Verbindung mit Gewichtskontrolle und der Verzicht auf das Rauchen erhöhen die Chancen, einen leichten Bluthochdruck in den Griff zu bekommen. "An der Bewegung scheitert dieser Gesundheitsplan oftmals", weiß Dr. Bettina Begerow, Präventionsexpertin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Für diese Menschen hat sie einen praktischen Tipp: "Ein Hund ist der ideale Bewegungstrainer! Der diszipliniert und treibt einen regelmäßig vor die Tür."

 

Bewegt sich der Hund, bewegt sich der Mensch

Was so ein Vierbeiner langfristig bewirken kann, zeige eine groß angelegte Langzeitstudie aus Taiwan. Sie beweist nach Ansicht der Stiftung, dass schon sehr wenig sehr viel helfen kann. Statistisch betrachtet reichen demnach bereits 15 Minuten Spazierengehen pro Tag, um drei Jahre länger zu leben. Vorausgesetzt, man bewegt sich regelmäßig und langfristig. Und noch etwas könnte man aus den Daten der 420.000 Taiwanesen ablesen: Bewegung schützt nicht nur Herz und Hirn, sie wirkt sich außerdem sehr positiv auf das Krebsrisiko aus - und macht sogar gute Laune.

Gut, nehmen wir beim Thema "Gute Laune" einmal fairerweise diejenigen Hunde aus, die deutlich übergewichtig über deutsche Gehsteige ächzen müssen. Wir kennen ja sowieso fast alle nur sich vorbildlich ernährende Zwei- und Vierbeiner, die bei freundlichen Temperaturen ausgiebig  Wiesen, Felder und Wälder durchstreifen.

Mit der Statistik im Kopf hat nun jeder Hundebesitzer ein spontanes Anrecht auf gute Laune. Der dazugehörige Hund hat sich zum Dank für seine Hilfe natürlich erstmal ein kleines Leckerchen verdient, nach dem Auslauf, versteht sich.

Mehr Wissen über den Schlaganfall, seine Risikofaktoren und Symptome unter http://schlaganfall-hilfe.de oder im Service- und Beratungszentrum der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, Tel. 0 52 41 - 9 77 00.

Erstellt mit Material der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

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