Vom 17.-22. Februar findet in Brasov Poiana und seinen Umgebungsgemeinden Rasnov und Predeal das elfte European Youth Olympic Winter Festival (EYOF) statt. Während IOC-Präsident Jaques Rogge die Spiele eine „Motivation“ für junge europäische Sportler nennt, sind sie für die herrenlosen Hunde nach Ansicht des Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) nur eines: tödliche Bedrohung ihres ohnehin armseligen und gefährdeten Lebens.

Wie rumänische Tierschützer alarmiert berichten, nimmt die Jagd auf Straßenhunde in diesen Tagen noch einmal massiv zu. Oft vor den Augen der Bevölkerung würden die Tiere gnadenlos gehetzt, gefangen und zusammengepfercht abtransportiert. Manche Hunde würden in provisorischen Auffangstationen landen, andere verschwänden völlig. Der Grund: Die internationalen Sportler, Gäste und Presseleute sollen sich nicht vom Anblick der halbverhungerten Hunde „gestört“ fühlen oder Mitleid empfinden.   

„Wir sind zutiefst schockiert, dass für eine  sportliche Großveranstaltung wieder einmal unschuldige Hunde ihr Leben verlieren werden“, sagt Petra Zipp, die Vorsitzende des bmt. „Wie kann man einen fairen Wettkampf ausrichten wollen bzw. an ihm teilnehmen, wenn man gleichzeitig bereit ist zu akzeptieren, dass dafür zahlreiche Hunde einen jämmerlichen und überflüssigen Tod sterben?“ In den vergangenen Jahren fielen in Brasov über 30.000 Hunde  geschäftsorientierten Hundefängern zum Opfer, die mit den brutal durchgeführten Tötungsaktionen viel Geld verdienten.   

„Ich hätte mir gewünscht“, so Petra Zipp weiter, „dass nicht nur die rumänischen Politiker, sondern besonders auch die Verantwortlichen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Deutschen Sportbundes (DOSB) sich einmal  bekennen: für den Schutz der Hunde, die zufällig in den Gemeinden leben, in denen die Spiele ausgetragen werden – und gegen die Missachtung ihres Lebens!“

Der bmt führt seit Jahren auf eigene Kosten Kastrationsaktionen in Brasov und den umliegenden Gemeinden durch. Dabei erhält der Verein große Unterstützung aus der Bevölkerung, denn anders als rumänische Politiker oft behaupten, sind laut bmt die meisten Menschen den herrenlosen Hunden freundschaftlich zugetan und wünschten sich eine faire, humane Lösung des zum Politikum avancierten „Straßenhundproblems“.

Die Tierschutzorganisation will nicht länger hinnehmen, dass in Brasov, Rasnov und Predeal weiter Hunde sterben. Sie ruft deshalb zum Protest auf und bittet Tierfreunde um ihre Unterstützung:

Infos zum Protest unter: www.bmt-auslandstierschutz.de

 

(Quelle: Erstellt mit Material vom "Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.")

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