Vorbei die Zeit, als man Hunde für langweilige degenerierte Haustiere und schlicht uninteressante Forschungsobjekte hielt. Wie P.M. MAGAZIN in der Ausgabe 08/2010 berichtet, wurden inzwischen sogar spezielle Forschungszentren wie das "Clever Dog Lab" in Wien oder das "Duke Canine Cognition Center" in North Carolina eingerichtet.

Diese widmen sich vor allem den lange unterschätzten geistigen Fähigkeiten des Haushundes. Und laut P.M. MAGAZIN zeigen ihre Arbeiten schon jetzt: Hunde sind viel klüger als gedacht - bei manchen Aufgaben übertreffen sie sogar die Menschenaffen.

Hier ein Beispiel: Jeder Hund ist fähig, Wörter zu lernen - doch wie viele? Laut dem kanadischen Verhaltensforscher Stanley Coren beherrscht ein durchschnittlich intelligenter Haushund 165 Begriffe - fleißiges Training vorausgesetzt. Denn nicht anders als menschliche Schüler müssen Hunde Vokabeln pauken.

Border Collies - nicht zu verwechseln mit den gewöhnlichen Collies à la "Lassie" - sind Coren zufolge die gelehrigsten aller Hunde. Der Forscher wertete eine Reihe von Studien aus und stellte ein Ranking der klügsten Rassen auf: Platz zwei und drei halten demnach Pudel und Deutscher Schäferhund, gefolgt von Golden Retriever und Dobermann.

Die Wiener Forscherin Friederike Range hat dem Bericht zufolge zudem bewiesen, dass Hunde fähig sind, Kategorien wie "Hund" oder "Landschaft" zu bilden. Sie setzte ihre Versuchstiere im "Clever Dog Lab" vor den Computer und ließ sie per Touchscreen entsprechende Fotos sortieren - kein Problem für Border Collie Guinness, Rottweiler Lucy und Genossen.

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