Urlaub ohne Hund - wie jeden Sommer so nimmt auch dieses Jahr wieder ab Juli die Zahl ausgesetzter Hunde sprunghaft zu, weil der Vierbeiner seinen Hundebesitzern lästig wird. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN weist deshalb erneut darauf hin, was Sie tun können, wenn Sie einen herrenlosen Hund oder ein anderes ausgesetztes Haustier finden.

Angebunden im Wald, zurückgelassen auf Parkplätzen, oder einfach aus dem Auto geworfen: Sobald die Urlaubszeit naht, werden viele Hunde für ihre Besitzer plötzlich zum Ballast. Statt auf die Reise zu verzichten oder entsprechende Vorkehrungen zu treffen, wählen vermeintlich tierliebe Hundehalter den für sie einfachsten Weg: Sie überlassen ihren Vierbeiner einfach dem Schicksal. Ohne fremde Hilfe ist so ein Tier in den meisten Fällen verloren. Was also tun, wenn man einen ausgesetzten Hund findet?

"Sollten Sie den Verdacht hegen, ein Urlaubsopfer vor sich zu haben, sehen Sie sich das Tier genau an", rät Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN. Wenn der Hund einen verunsicherten und orientierungslosen Eindruck mache, und er weder anhand eines Halsbandes mit Adresse oder einer Steuermarke identifiziert werden kann, sollte man umgehend die nächste Polizeidienststelle oder das zuständige Tierheim informieren.

Nicht möglich ist rein rechtlich die Mitnahme eines offensichtlich ausgesetzten Hundes. VIER PFOTEN weist darauf hin, dass aufgefundene Haustiere unter das Fundrecht (§§ 965 ? 984 BGB) fallen und nicht direkt behalten werden können.

Was jedoch, wenn der Hund schon eine Pfote in Ihr Herz gesetzt hat? Birgitt Thiesmann: "Auch wenn es schwer fällt, müssen Sie sich leider sechs Monate gedulden. Erst nach Ablauf dieser Frist dürfen Sie das Tier offiziell aufnehmen."

Diese Seite verwendet Cookies (Details einsehen). Durch den Besuch der Website stimmst Du der Cookie-Nutzung zu.