|
Gesundheitsschutz für den Urlaub mit Hund |
|
Mittwoch, 21. April 2010 |
Urlaub mit dem Hund - Quelle: BfT/Klostermann
Zur Vorsicht beim Urlaub mit Hund rät der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) - vor allem bei Reisen in den Süden. Dort könnten Erkrankungen, die bislang in unseren Regionen unbekannt waren, die Gesundheit des Vierbeiners ernsthaft bedrohen.
Zu den wichtigen Krankheiten zählen laut BfT die Babesiose
("Hundemalaria"), die Ehrlichiose sowie die seltenere Hepatozoonose, die
alle durch Zecken übertragen werden. Die Herzwurm-Erkrankung und die
Leishmaniose seien zwei weitere, gefährliche, durch Mücken übertragbare
Krankheiten.
Der Erreger der Herzwurmkrankheit ist ein fadenartiger Wurm, dessen
Larven sich im Hund weiterentwickeln und nach etwa 120 Tagen das Herz
erreichen können. Die Erkrankung äußert sich laut BfT in einem
Leistungsabfall, durch Husten und erschwerte Atemtätigkeit. Diagnostik
und Therapie der Herzwurmkrankheit seien jedoch schwierig. Mit geeigneten
Medikamenten sei jedoch eine relativ einfache und sichere Prophylaxe
möglich.
Als eine nur schwer heilbare Krankheit mit teilweise schwerwiegenden
Symptomen wird auch die Leishmaniose genannt, die durch Schmetterlingsmücken
übertragen wird. Auch hier wird vom BfT die Gabe vorbeugender Medikamente vor
Reiseantritt als Mittel der Wahl empfohlen.
Als wichtigste und einfachste vorbeugende Maßnahmen bei den durch Zecken
übertragenen Erkrankungen gilt natürlich die Zeckenprophylaxe "per Auge
und Hand". Auftretende Zecken sollten frühzeitig abgesammelt werden. Es
gibt aber auch käufliche Zeckenmittel, die den Anspruch erheben,
zugleich Mücken abhalten können.
Zur guten Reisevorbereitung gehören selbstverständlich die gesetzlich
vorgeschriebenen Impfungen, die im EU-Heimtierpass eingetragen werden.
Vor allem die Tollwut-Impfung ist ein absolutes Muss bei Reisen mit dem
Hund. Die Reisebestimmungen sind vielfältig und für nahezu jedes Land
gibt es individuelle Vorschriften, die je nach Seuchengeschehen einem
ständigen Wechsel unterliegen. Der Tierarzt kann hier umfangreich
informieren.
|
Viele Grüße