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Die Deutsche Bahn mag keine Hunde

Die deutsche Bahn ist mit ihren aktuellen Regelungen nicht weit vom Hunde-Mobbing entfernt. Dabei klingt die Grundunterscheidung in mehrere "Hundeklassen" noch ganz nachvollziehbar. Wer einen etwas größeren Hund mit auf Reisen nimmt, kann diesen nicht im vorgeschriebenen Behältnis als Handgepäck transportieren. Somit zahlt er für den Hund den gleichen Fahrpreis wie für zahlungspflichtige Kinder. Soweit, so gut.

Einen Platz am Boden unterhalb eines Sitzes hat er sich damit aber noch lange nicht verdient. Wer schon mal versucht hat, sich mit einem größeren Vierbeiner in engen IC-Waggons den Fußraum eines Sitzplatzes zu teilen, ahnt warum das nur selten klappen kann.  

Nun konnte man früher an den Schaltern der Bahn auf die Frage nach dem Buchen von Hunde-Fahrkarten wiederholt die sympathische Auskunft bekommen, dies wäre ganz einfach. Man müsste sich dafür auch nicht extra in die Warteschlange stellen. Man könnte von zuhause aus online eine Kinderkarte buchen, etwas anderes täte man am Schalter schließlich auch nicht. Wenn man eine Sitzreservierung (bzw. eine Reservierung für den Fußraum unterhalb dieses Sitzes)  für diese Kinderkarte mitbuchen würde, sei da eigentlich nichts dagegen einzuwenden.

Da wundert man sich doch über die aktualisierten Internet-Infos der Deutschen Bahn für die Reise mit Hund. Dort ist zu lesen, für Hunde könnten leider keine Sitzplatzreservierungen getätigt werden. Zudem könnten Fahrkarten für Hunde nicht online gebucht werden.

Das Tollste ist, es wird zum Teil sogar so gehandhabt. Es gibt auch diverse gut gelaunte und entspannte Zugbegleiter, die Reisenden mit Hund in vollen Zügen mit viel Verständnis begegnen. Aber leider nicht alle. Das kommt vor allem dann vor, wenn man jüngere, frisch geschulte und dienstbeflissene Bahnleute im Zug hat, die mit strengem Unterton den Eindruck erwecken, als hätte man gerade mit einer schwarz kopierten Bahncard bezahlt.

Wer sich doch noch mit Hund in die Bahn wagt und sich gegen einen unwilligen Schaffner durchsetzen will, zieht bei den Argumenten leicht den Kürzeren. Zum Beispiel deshalb:  Wusste jemand, dass auch lammfromme Hunde im Zug einen Maulkorb tragen müssen? Kontrolliert normalerweise keiner, wird aber leicht zur schnippischen Zugschaffner-Antwort, wenn man über Differenzen beim Platzangebot mit Hund nicht überein kommt. 

So what? Vielleicht gab es in der Vergangenheit einzelne Zwischenfälle mit asozialen Hunden oder Herrchen. Es gab übrigens auch schon vereinzelt Zwischenfälle mit angetrunkenen Männern und Frauen, die dürfen auch weiter Sitzplätze reservieren.

Man soll sich in die Warteschlange am Schalter stellen, darf ein Ticket zahlen, kann aber keine Platzreservierung für den Hund lösen, soll ihn also in vollen Zügen wahrscheinlich als Stolperfalle im Mittelgang liegen lassen? Kein Wunder, wenn er da einen Maulkorb tragen soll.

Es soll einfach noch unbequemer werden, mit Hund in der Bahn zu reisen. Die Bahn versucht elegant, alles oberhalb der Schoßhundgrenze aus der Bahn rauszuhalten.Dabei ist sie aber zu feige, so konsequent zu sein, wie die italienische Bahn. Für die Statistik: Wieder zwei gekündigte Bahncards mehr.

Kommentare (9)Add Comment
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geschrieben von TanjaG, Oktober 08, 2008
Hallo!

Ich bin auch nur ein einziges Mal mit der Bahn und mit meiner Labradorhündin gefahren. Das war die reinste Qual sowohl für mich als auch für den Hund. Der Schaffner war total unfreundlich, hat mich auch auf einen Maulkorb hingewiesen. Bei einem Labrador!

Na ja, wir haben es überlebt, aber ich sag's , nie wieder !

LG Tanja
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geschrieben von Labrador Paula, Dezember 09, 2008
Ich kann das nur bestätigen. Kinder sind frei und Hunde kosten. Dafür dürfen sie nicht mal in ein Abteil. Toll Deutsche Bahn.
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geschrieben von Sucker+Ich, März 14, 2010
Vor ein paar Tage auch so eine nette Begegnung gemacht... Kaufe extra ein Ticket um keinen Ärger zu machen, Schaffner sagt "da waren sie schon auf dem richtigen Weg, aber is nicht ganz das korrekte Ticket", ich gut dann zahl ich halt noch ein paar Euro drauf, Schaffnet knüpft mir komplet neues Ticket ab und nachdem ich das gezahlt habe sagt er, "haben sie einen Maulkorb dabei? Nein? Dann darf ich sie bitten an der nächsten Station auszusteigen"... In einem kleinen Kuhkaff... Als ob ich dort einen Maulkorb bekommen hätte... Dank der beherzten Hilfe einen Pasagiers durfte ich noch bis zu meiner Station fahren, die nur eine weiter war als das Kuhkaff! Fazit: Bahnfahren war nicht nur unbequem und unangenehm sonder auch sau teuer, bei dem Preis wäre ich mit dem Auto besser dran gewesen.
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geschrieben von Anna, April 01, 2010
Es ist in Italien nicht mehr verboten Hunden mit zu nehmen, weil das großteil der Bevölkerung dagegen war! War schon Sommer 2009 so.
Auch kostet es nur einige Euro.

Bei der DB ist es schrecklich. Wo holen Sie der Mut soviel Geld zu fragen. Der DB wird von mir soviel negative Werbung bekommen das Sie das Geld wieder ausgeben mussen für eine Kampagne.
Ich finde das Der Staat dafür sorgen muss das jeder mit der Bahn verreisen kann. Auch altere Menschen. Ich gehe mir ein Auto kaufen und sag es jeder: NIE MEHR MIT DER BAHN BIS SICH WAS ÄNDERT. HUNDEN EIN 3EURO TICKET WIE IN HOLLAND.
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geschrieben von Kati, Mai 05, 2010
Ich kann den Ärger der Hundebesitzer verstehen und sie haben auch recht. Allerdings finde ich es richtig,daß Hunde im Zug einen Maulkorb tragen müssen. Man weiß nie wie sie in Streßsituationen reagieren. Den Satz "mein Hund ist ganz lieb" kenne ich. Der Besitzer hatte ihn noch nicht einmal ausgesprochen,da ging es schon los.
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geschrieben von fuggi, Mai 17, 2010
Ich kann den Ärger der Hundebesitzer über das Tragen vom Maulkorb nicht verstehen.
Es besagt nicht dass mein Hund böse ist, nur weil er einen Maulkorb trägt. Weiterhin ist es für den Hund
kein Problem mit dem Maulkorb wenn er darauf trainiert wurde.
Es kann aber kein Hundehalter zu 100% ausschliessen dass sein Hund schnappt wenn er erschrickt oder möglicherweise
getreten wird.
Ich bin selbst Besitzer eines Golden Retriever.
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geschrieben von Marla, Mai 23, 2010
Tja, ja zur "lieben" Bahn nur mal so viel. Ich bin letztes Jahr mit meinen beiden Hunden (Neufundländermix und Dackelmix) von Braunschweig bis nach Heide (Schleswig Holstein) mit der Bahn gefahren. Ich hätte diese Fahrt mit dem Niedersachsenticket machen können. Mit diesem Ticket können bis zu fünf Personen fahren. ABER nicht ein einziger Hund. So musste ich also für meine beiden Hunde einen Kinderfahrschein kaufen. Oft genug waren die Züge so dermaßen überfüllt dass wir keinen Sitzplatz gekriegt haben und ich permanent aufpassen musste das niemand meine Hunde tritt oder auf ihren Schwanz tritt. Mal ganz abgesehen von den völlig überteuerten Preisen der Bahn haben auch die anderen Mitfahrer überhaupt keine Rücksicht auf die Hunde genommen. Meine Hündin wurde mehrfach von unachtsamen Mitreisenden getreten. Nur gut dass sie so ein gutmütiges Naturell besitzt. Für das Geld das ich für diese total stressige Höllenfahrt ausgegeben habe hätte ich mit den Hunden im Auto einmal durch ganz Deutschland fahren können und es wäre wesentlich entspannter und hundefreundlicher gewesen.

FAZIT: Nie wieder DB mit Hund und/oder Fahrrad. Dann schon lieber drei Stunden mit dem Auto im Stau stehen. Ist immernoch wesentlich stressfreier als mit der Bahn zu fahren.
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geschrieben von Kaddl, Mai 31, 2010
Hallo.

Ich habe selber schon mehrere Beschwerdebrief an die DB
und an die üstra geschrieben, da mir beide ein Bußgeldticket für meinen kleinen Dalmatinerwelpen aufdrücken wollten. Unverschämt, oder..?

Mus mein Welpe jetzt eigentlich auch einen Maulkorb tragen.?

Lg.
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geschrieben von wok, Mai 31, 2010
Hm, der Welpe sollte doch weder was kosten oder Maulkorb brauchen, da man ihn ja auch ohne Fahrschein in einer Tasche mitnehmen kann, oder? So verstehe ich jedenfalls die Regelung für kleine Hunde.
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