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Hunde-Betreuung vom Nachbarn
Donnerstag, 23. April 2009

Der deutsche Tierschutzbund organisiert in seinen Mitgliedsvereinen eine Hunde-Betreuung in der Ferien-Zeit, damit Haustiere im Urlaub nicht leiden müssen. Der Tierschutzbund vermittelt ab 4. Mai 2009 wieder kostenlose Hilfe für alle Haustier-Besitzer.

Seit mehr als 15 Jahren führen die Tierschutzvereine des Deutschen Tierschutzbundes die jährliche Aktion durch "Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier®". Ziel ist eine Lösung für die Haustier-Betreuung für diejenigen zu bieten, die ihren Hund oder ein anderes Haustier nicht mit in die Ferien nehmen können. Nach Angaben des deutschen Tierschutzbundes können damit jährlich viele tausende engagierte Tierbesitzer und Tierliebhaber, die sich als „Frauchen und Herrchen auf Zeit“ anbieten, zusammengeführt werden.

Trotz der bundesweit erfolgreichen Aktion werden jährlich nach Schätzungen des Tierschutzbundes fast 70.000 Haustiere von ihren Besitzern ausgesetzt. Darunter vor allem viele  Hunde und Katzen. Für viele wird es spätestens dann ernst, wenn der Urlaub ansteht und keine Lösung für die Betreuung des Haustieres in Sicht ist bzw. die notwendigen Kosten dafür gescheut werden.

 

So funktioniert die Hunde-Betreuung in den Ferien

Die örtlichen Tierschutz-Vereine bringen bei dieser Aktion Tierhalter zusammen, die sich während des Urlaubs im Wechsel um die Vierbeiner kümmern. Und auch einige Menschen, die selbst kein Haustier haben, freuen sich, für eine Zeitspanne eines betreuen zu können. Ab dem 4. Mai können sich Tierbesitzer und Tierfreunde am Urlaubs-Beratungstelefon des Deutschen Tierschutzbundes melden. Dort erfahren sie, welcher Tierschutzverein in ihrer Nähe hilft - ob sie nun Hund, Katze, Vogel oder Meerschweinchen in Pflege geben oder ob sie anderen anbieten möchten, deren Tier aufzunehmen. Interessierten wird allerdings aufgrund der begrenzten Kapazitäten geraten, sich frühzeitig zu informieren und sich um die Unterbringung Ihres Haustieres zu kümmern.

Unter der Telefon-Nummer: 0228-60 496 27 können von Montag bis Donnerstag zwischen 10.00 und 18.00 Uhr und freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr Fragen im persönlichen Gespräch geklärt werden. Unter www.tierschutzbund.de sind bei Bedarf weitere Informationen zu finden.

Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes findet es unverständlich, "dass Jahr für Jahr zehntausende Hunde und Katzen ausgesetzt werden. Das Aussetzen ist eine Straftat und die Gerichte sollten die Strafmaße voll ausschöpfen. Es muss deutlich gemacht werden, dass das Aussetzen von Tieren eben kein Kavaliersdelikt ist.“ Für die Tierheime sind in diesem Jahr die Belastungen besonders hoch. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Immer mehr Tiere wurden demnach in den letzten Monaten bereits mit dem Grund „finanzielle Not“ abgegeben. Wenn nun, wie der Deutsche Tierschutzbund befürchtet, eine hohe Zahl an Tieren in der Urlaubszeit hinzukommt, geraten die Tierheime an die Grenzen der Kapazität und der finanziellen Möglichkeiten. Deswegen wird zusätzlich zu Spenden an die Tierheime oder an den Feuerwehrfonds des Deutschen Tierschutzbundes aufgerufen. 

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