Mit Hund im Auto unterwegs - Frankreich und die Polizei
Wer seinen Urlaub mit Hund in Frankreich verbringt, ist in neun von zehn Fällen für die An- und Abreise mit dem Auto unterwegs. Ähnlich wie in Deutschland gelten für den Transport von Hunden im Auto auch in Frankreich klare Regeln. Manchmal werden diese auch bei allgemeinen Verkehrskontrollen überprüft.
Deshalb sollten Sie auch in Frankreich schon bei
kurzen Fahrten darauf achten, Ihren Hund mit einem
Hunde-Sicherheitsgurt, in einer Hundetransportbox oder mit anderen
geeigneten Systemen zu sichern. Natürlich vor allem zum Schutz Ihres
Hundes, aber auch, weil Ordnungshüter (regional sehr unterschiedlich)
bei den üblichen Verkehrskontrollen schon mal darauf achten. Geldbußen
gibt es leider nicht nur in Deutschland.
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Sommer-Hitze und Hund
Andererseits sind viele Polizisten netter als Ihr Ruf und man kommt
generell in Frankreich mit Freundlichkeit immer noch am besten durch.
Das gilt allerdings nicht, wenn ein Hund im Sommer allein im Fahrzeug
gelassen wird. Offiziell dürfen Hunde zwischen April und Oktober nicht
in parkenden Autos eingesperrt werden. Auch nicht, wenn Sie das Fenster
einen Spalt geöffnet lassen und wenn Ihr Auto im Schatten steht. Das
ist bei den relativ hohen durchschnittlichen Tagestemperaturen zur
Sommerszeit eine im Prinzip nachvollziehbare Regelung. Auch wenn diese
Regel im Einzelfall unbegründet sein mag, es gab auch schon in
Deutschland Beispiele, bei denen im Mai oder September, also in keinen
klassischen "heißen" Monaten, Hunde bereits nach etwas mehr als einer
Viertelstunde im blitzschnell aufgeheizten Auto kollabiert sind. Erst recht gefährlich ist die Sonnenhitze für die Temperatur im Innenraum Ihres Wagens im Sommer - auch in "luftigeren" Gegenden wie in der Normandie oder der Bretagne.
Unabhängig von der Diskussion über Grenzen dieser Regelung:
Passanten dürfen in Frankreich die Polizei benachrichtigen und diese
darf das Auto im Zweifel aufbrechen. Das will man weder seinem Hund
noch seinem Auto antun.
Kurzzeit-Hundebetreuung
Sage keiner, Frankreich sei nicht kreativ: Vor allem in einigen
Strandgebieten von Südfrankreich werden jedes Jahr im Sommer
Ferien-Jobs generiert, in dem findige Franzosen eine
Kurzzeit-Hundebetreuung "garde chien" aufmachen. Man kann dort seinen
Hund abgeben, er wird mit Wasser versorgt und kann idealerweise im
kühlen Schatten liegen, während Herrchen und Frauchen einen kleinen
Ausflug ohne Hund machen. Oft wird dies aber nicht nötig sein, denn
vielerorts in Frankreich ist die Mitnahme von Hunden möglich. An
überfüllten Hochsommer-Stränden in Ortsnähe sind Hunde zwar meistens
nicht erlaubt. Weiter weg vom Trubel sieht das in der Regel schon
besser aus, manchmal ohne Leine, ansonsten angeleint. Zum Teil erlaubt,
ansonsten auf Basis der vielbeschworenen französischen Toleranz. Jeder
kann mit seinem Vierbeiner dafür sorgen, dass sich daran möglichst
wenig ändert. Dann klappt´s auch weiterhin mit dem Frankreich-Urlaub.
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