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Hundehalter Haftpflicht-Versicherung Vergleich Infos

 


Neues Hundegesetz für Niedersachsen
Samstag, 22. August 2009
Hundegesetz - Niedersachen ist dabei, sein Hundegesetz zu verschärfen, nicht zuletzt aufgrund mehrerer drastischer Beißvorfälle in letzter Zeit. Nachdem ursprünglich ein Gesetzentwurf noch im Sommer 2009 blitzschnell durch den Landtag geschleust werden sollte, hat der Protest von Hundebesitzern in die Öffentlichkeit dies vorerst verhindert.

Es liegt ein aktuellerer Artikel vor: Zu den Infos zum aktuellen Entwurf für ein Hundegesetz in Niedersachsen - Version 2010

Stand 2009: Bisher ist das Landeshundegesetz in den meisten anderen Bundesländern strikter, was sogenannte "gefährliche " Hunderassen betrifft. Die Liste der ursprünglich in Niedersachsen in der entsprechenden Verordnung eingetragenen Hunderassen war gerichtlich aus formalen Gründen gekippt worden. Landwirtschaftsminister Ehlen strich daraufhin einige Rassevorgaben ganz, zumal die besondere Gefährlichkeit bestimmter Rassen nicht wissenschaftlich gesichert ist.

Fast alle Landes-Hundegesetze leiden neben einem Generalverdacht unter anderem darunter, dass manche große Hunderassen offensichtlich eine bessere Lobby haben als andere Hunde, was zu einem sehr uneinheitlichen und insgesamt unlogischen bundesweiten System führt.

Die Nordwest-Zeitung hatte bereits im Mai über Pläne zur Überarbeitung des Hundegesetzes in Niedersachsen durch die CDU/FDP-Landesregierung berichtet. Einzelne Punkte dürften dabei auf weitgehende Zustimmung stoßen. So sollten den Berichten zufolge verurteilte Gewalttäter und Drogenabhängige zukünftig keine großen oder gefährlichen Hunde mehr halten dürfen.

Umstrittener sind dagegen Überlegungen für eine generelle Maulkorb- und Leinenpflicht für Hunde über 20 Kilo Gewicht und einer Widerrist-Höhe über 40 Zentimeter. Von der Maulkorb- und Leinenpflicht könnten demnach nur Hundebesitzer befreit werden, die sich gemeinsam mit dem Hund einem Eignungstest beim Tierarzt unterziehen. So wird zumindest der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, zitiert.

Unklar bleibt damit, unabhängig von der Frage, wie man zu solchen Zwangsregelungen steht, warum gerade ein Tierarzt dafür die fachlich richtige und unabhängige Instanz sein soll. Zudem wäre ein "Labor"-Test in einer Tierarztpraxis nicht zu vergleichen mit dem in anderen Ländern diskutierten oder auch schon eingeführten Hundeführerschein. Dabei wird stärker auf die Schulung von Hundebesitzern gezielt und erst dann ein zuverlässiges Verhalten von Hund und Halter in "outdoor"-Situationen überprüft.

Nun könnte man meinen, dass die SPD-Opposition im Landtag von Niedersachsen in diese Richtung eigene Akzente setzt. Doch im Antrag der SPD unter Ihrem Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Jüttner liest man vor allem eine wünschenswerte stärkere Gleichschaltung der bizarr unterschiedlichen Hundegesetze der einzelnen Bundesländer heraus. Ansonsten wird hier und da etwas bei den Kollegen in NRW abgeschaut. Dort wurde für größere Hunderassen die Pflicht zum Abschluss einer Haftpflicht für Hunde vor einiger Zeit ins Gesetz geschrieben. Die SPD befürwortet für Niedersachsen grundsätzlich für alle Hunderassen die Pflicht einer Tierhalter-Haftpflichtversicherung , ebenso wie die verbindliche Kennzeichnung von Hunden durch einen Mikrochip.

Für die Festlegung gefährlicher Hunderassen sollten der SPD zufolge die vorhandenen Daten und Beißstatistiken der anderen Bundesländer herangezogen werden. Ansonsten wird für das Halten großer Rassen ein nicht näher ausgeführter Sachkundenachweis, Zuverlässigkeit und persönliche Eignung der zukünftigen Halter verpflichtend gefordert.

Die zentrale Frage für den Unmut der Hundebesitzer wird wohl, unabhängig von den Einzelheiten einer Verordnung, diese genaue Festlegung von besonders zu behandelnden Hunderassen (und damit auch Hundehaltern) sein. Der zuletzt aufkomende Protest der Hundehalter in Niedersachsen richtet sich vor allem gegen einen generellen Maulkorb- und Leinenzwang für Hunde über 20 kg. Auf einer Demonstration am 2. August in Hannover wurde das Thema auch in die breitere Öffentlichkeit getragen werden, vorerst mit Erfolg. 

Auch im Hinblick auf den Wahlkampf zum Bundestag scheint die Koalition die schwierige Diskussion vorerst verschieben. Zudem die FDP auch inzwischen Ihre Vorbehalte gegen den bisherigen Entwurf inzwischen entdeckt hat. Ein neuer Entwurf aus den Fachabteilungen des Ministeriums wird mindestens bis zur Bundestagswahl wohl wieder nur hinter verschlossenen Türen diskutiert werden.

Danach wird das Thema aber sicher erneut auf die Tagesordnung kommen. Für eine erhöhte Sorgfalt und das nötige Problembewusstsein bei der Ausgestaltung des Gesetzesentwurfs haben die öffentlichen Proteste aber offensichtlich gesorgt. 

Es liegt ein aktuellerer Artikel vor: Zu den Infos zum aktuellen Entwurf für ein Hundegesetz in Niedersachsen - Version 2010

 

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Kommentare (11)Add Comment
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geschrieben von Jens S., Juni 23, 2009
Die jüngsten Vorfälle in NDS wären sicherlich dazu geeignet gewesen, Gesetzesänderungen mal wieder in Richtung gefährliche Rassen zu erlassen. Wenn es nach der SPD ginge, sollte NDS nun endlich zum bundesweiten Schwachsinn der Rassenlisten aufschließen. Bleibt zu hoffen, dass CDU/FDP standhalten und beharrlich weiter am richtigen Ende der Leine ansetzen.

Mir unverständlich ist allerdings, warum dieser - meiner Meinung mach längst fällige und richtige - Gedanke nicht konsequent umgesetzt wird und man die 20/40-Regelung von NRW als Präferenz wählt. Dem Vorschlag der GRÜNEN kann ich mich da nur zu 100% anschließen, dass alle Halter, also auch die Halter mit kleineren Vierbeinern, sich einem Test/Hundeführerschein unterziehen müssen. Dieses wäre konsequent und das Résumé aus den vergangenen Jahre. Auch erachte ich es als sinnvoll, zukünftige Beißvorfälle meldepflichtig zu machen, damit - am besten von einer unabhängigen Kommission - eine vernünftige Statistik erstellt werden kann. Die Demo am 02. August 09 sollte den Schwerpunkt setzen contra Rasselisten und pro Sachkunde beim Hundehalter.

Jens S.
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geschrieben von lotti, Juni 29, 2009
ich kriege die Krise. Soll ich mit meinem lammfrommen Labby jetzt überall mit Maulkorb rumlaufen? Das kann wirklich nicht sein.
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geschrieben von nils, Juli 01, 2009
Also hier in NRW überprüft im normalen Alltag keiner, ob Hunde über einer bestimtmen Größe nur an der Leine geführt werden obwohl das irgendwo im Gesetz steht. Und bei einigen Hunden wäre das dringend nötig!

Das mit dem Maulkorb halte ich in den meisten Fällen auch für übertrieben.
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geschrieben von Mario Grüter, August 10, 2009
Wenn alles seitens des Gesetzgebers, der länder sowie der Komunen hinsichtlich einer fairen Begegnung oder Sachverständnis gegenüber der wunderbaren Kreatur Hund berücksichtigt und umgesetzt wird, dann bin ich gerne bereit auch meinen Teil zur Gesetzesumsetzung beizutragen.

Es passt doch vorne und hinten nicht !

es werden nur Anordnungen und Verbote ausgesprochen.
Maulkorbzwang, Leinenzwang, wo ist das Verständnis für den Hund?
Die Hundesteuer wird konsequent eingeklagt, doch was bekommt man eigentlich als Gegenleistung angeboten ?

Hier, bei uns in Hagen am Teutoburger Wald haben Hunde keine Lobby, und genießen nur das Prädikat Einnahmequelle.

Wir, die Hagener Hundefreunde erkämpften uns mit Hilfe der Osnabrücker Zeitung, sowie des Radiosenders FFN, Gehör und Akzeptanz in Sachen Forderung von Freilaufflächen und Leinenzwang.

Die neue Hundeverordnung soll wegen der Wahlen 2010 einstimmig beschlossen werden.

Wir müssen alle zusammenhalten und eine Demo in Betracht ziehen.

Nur zusammen sind wir stark !

Ich werde mich nicht beugen, werde für unsere Hunde kämpfen, damit ich ihrer Wert bin.
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geschrieben von michieselton, September 15, 2009
als hundehalter (terrier) liebte und liebe ich auch weiterhin ALLE hunde-rassen. aber der zwischenfall, dass ein ca. 35-kg-hund den meinigen nunmal empfindlich gebissen und verletzt hat, lässt mich zum unterstützer der 20-kg-regelung werden, sprich leine und korb definitiv DANN, wenn mit dem zusammentreffen auf einen anderen hund und/oder menschen gerechnet werden muss. wenn sich die sich-begegnenden einig sind, können die gefahren vermeidenden mittel (leine, korb) abgelegt werden.
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geschrieben von Alois, November 24, 2009
Es ist nicht korrekt nur gegn diese hundrassen dieses gesetz zu fürheren wenn schon für alle hunde nur weil es ein paar (idioten) gibt die sie zu kampfhunde erziehen die gehören eingespeerrt und nicht diese rassen vorverurteilt wird
Ich werde für diese rassen kämpfen weil normal erzogen gibt es keinen lieberen hund
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geschrieben von cartman, Januar 07, 2010
es ist einfach lachhaft.....unsere hündin hat 22 kg und ist sowas von lieb bellt nicht viel geht nicht auf andere hunde und wenn nur zum spielen....wenn ich mit ihr spiele und mal meinen arm in ihr maul packe zieht sie sofort zurück und geht in ihre ecke weil sie denkt das sie mir wehgetan hat.....die verordnung ist aus meiner sich total lachhaft
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geschrieben von B., Januar 09, 2010
Vielleicht sollten sich mal einige Hundehalter überprüfen lassen?!
Weil das, was ein Hundebesitzer an der Leine oder auch ohne führt ist abgesehen von gentechnischen Veranlagungen seine oder ihre eigene Erziehung.
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geschrieben von Christian, April 05, 2010
Ich halte das "über einen Kamm scheren" aller Hunde ab einer gewissen Größe oder Gewicht für Schwachsinn.
Führt einen Hundeführerschein und einen Wesenstest für ALLE Hunde ein.
Ich habe einen Kampfhund Mischling. Nicht weil ich einen haben wollte, sondern weil er ein Hund war, der ein neues Zuhause suchte. Ich würde solche Prüfungen wirklich begrüßen. Dann wären die Hundehalter mit den "ungefährlichen" Rassen gefragt, die zwar mehr beißen und mehr Aggressionspotential beinhalten, wo aber ein paar Stiche nach dem Biss ausreichen. Hunde mit 4 Kilo können Kindergesichtern sehr heftigen Schaden zufügen. Ich kannte selbst so einen Hund.
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geschrieben von Thorwald, Mai 23, 2010
Das empfände ich zwar als überzogen, wenn unser brit. Collie, der jetzt noch ein Welpe ist, später einmal hier in Niedersachsen unter die Leinen- und Maulkorbpflicht fiele (ausgewachsen etwas mehr als 25 kg bei einer Widerristhöhe von knapp 60 cm), zumal die Hündin zum Flächensuch- und Trümmerhund ausgebildet werden wird.
Auch wenn ich den Vergleich mit Lassie nicht mag, sollte man dann nicht aber die Staffel an Fernsehfolgen aus aktuellem Anlass für den deutschen Fernsehmarkt neu verfilmen und den rechtlichen Gegebenheiten anpassen?
Aber ein Trostpflaster wäre eine Befreiungsmöglichkeit bzw. Ausnahmeregelung für bewiesen gutmütige Tiere. Wie jedoch sollen Passanten, die i. d. R. Laien sind, unterscheiden lernen? - Etwa durch eine riesengroße Plakette (mind. 15 cm.)? - Wenn man mit dem Hund spazieren geht, würde man sicherlich noch mehr als bisher angepöbelt. - Denn Personen mit unbegründeter Angst vor Hunden sind nicht in der Lage zwischen gut und böse zu unterscheiden.
Da wäre ich lieber für generelle Eignungstests aller Hunde (auch der kleinen Rassen) inklusive deren Besitzer. Sowie einer speziellen Zusatzprüfung für Hunde auf Kinderverträglichkeit, besonders für Hunde von kinderlosen Besitzern und Senioren.
Und eine Pflicht zur Sozialisation in Welpengruppen und Hundevereinen.
Wenn schon, denn schon!
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geschrieben von ginos kumpel, Juli 28, 2010
ich verfolge diese diskussionen nun schon seit jahren.
mit erschreckender regelmäßigkeit werde ich zeuge, wie eine
gruppe von personen , denn hunde sind in meinem verständnis vierbeinige personen; für das ihnen innenwohnende potential
stigmatisiert werden. und wieder sollen auch uns menschen, möglicherweise weil mann möglicherweise einst ein unangepasstes leben führte, grundrechte verweigert werden! die innere haltung und sachkunde spielen da keine rolle mehr! "resozialisierung sieht anders aus!" das hat nicht irgendwie tradition in diesem land? dabei weiß doch jeder hund, das das problem am anderen ende der leine hängt! nicht für gold und gute worte würde ich meinen terrier gegen einen dieser sogenannten "normalen" hunde tauschen! machen wir uns aber klar, das die haltung von triebstarken, dominanten rüden besondere anforderungen an den halter stellen! Diese hundecharaktäre erfordern ein großes maß an geduld. ein gutes timing und spezielle strategien bei der erziehung, kenntnis über die besonderen bedürfnissen von "leittieren" und der föllige kontrolle der resourcen durch den halter! 6 monate hundeschule, "set and forget", das fünktioniert bei terrierrüden leider nicht! eigenwilligkeit, der dickkopf und der starke trieb vordern besondere aufmerksamkeit und jahre der konsequenten erziehung! so nebenbei kann mann diese besonderen hunde nicht halten! anfängern rate ich von terrierrassen jedweder größe ab, die größe ist etwas das bei terriern nun wirklich keine rolle spielt! terrierhalter mit hundeverstand werden das bestätigen!eins noch, wir menschen sind es, die hunde nach unseren bedürfnissen züchten und vermehren , also haben wir menschen auch eine besondere verantwortung diesen "vierbeinigen personen ein würdiges leben und überleben zu sichern!


hundegruß an alle schweißnasen dadraußen von gino&babba aus hannover
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