Obamas Hund, die Zweite. Im Weißen Haus gibt es ja bestimmtes Standard-Zubehör. Ein Stabsschef, zwanzig Sicherheitsberater und ein Hundi für die Winke / Winke - Fotos.

Im Sommer wurde hier noch äußerst investigativ über die Diskussion berichtet , ob das überhaupt klappt wg. Allergien bei Obamas Kindern (gegenüber Hunden, nicht Stabschefs). Jetzt gibt es ein Lehrstück im Bezug auf: Wie ist die Außenwirkung, was muss ich beachten bei der Hundewahl.

Nachdem die amerikanischen Hunderasse-Verbände in uramerikanisch demokratischer Tradition ihre Mitglieder befragt hatten, schien alles klar. Dort siegte der Pudel haarscharf vor dem Irischen Terrier. Also eher süß statt Wadenbeißer (Tschuldigung, ich  denke nur gerade an den Ex-Spitznamen von Berti Vogts).

Doch das Problem scheint zu sein, dass bei der neuen Lichtgestalt Obama in der Öffentlichkeit alles noch viel genauer als bei Vorgängern unter pseudo-politischen Aspekten betrachtet wird. Wenn nicht von der New York Times, dann von der bunten Boulevard-Presse.

Berichtet wird, dass Obamas Interesse an der Golden-Retriever-Pudel-Kreuzung "Goldendoodle" Medien-Plaudertaschen nicht gefiele, weil ein "reinrassiger Hund als elitär gelten könnte. Klar, vor allem bei einer Rasse, die man vor einigen Jahren erst quasi "erfunden" hat.

Nein, ein Mischlingshund soll her. Ist das eigentlich eine Art "positiver" Rassismus aufgrund Obamas Hautfarbe? Bei George Bush wäre das jedem egal gewesen aber Obama wird ja die Entrechteten dieser Welt retten. Deswegen sollte es am besten nicht nur ein Mischling sondern auch noch ein Hund aus dem Tierheim sein. Als Präsident ist eben alles symbolisch. EinigeTierschutzorganisationen übten in den Medien und speziell über das Internet zusätzlich leichten Druck aus - wohl mit Erfolg.

Das Tolle dabei ist, dass es sogar funktionieren wird. Das ist Öffentlchkeitsarbeit. Allem Anschein nach wird es nun wirklich so sein, dass Obama einen Hund über eine Tierschutzinitiative oder eine ähnliche Institution aussuchen wird.

Die Folge wird zweifellos sein, dass in näherer Zukunft ein leider nur kurzzeitiger Boom ausbrechen wird, in dem amerikanische Bürger vermehrt Hunde aus Tierheimen statt vom Züchter holen werden, wetten?  Nicht auszumalen, wenn er wirklich den haarlosen chinesischen Schopfhund ausgesucht hätte ;-)

Wollen wir mal hoffen, dass Obama noch viel mehr positive Symbole setzen kann und nicht zu schnell entzaubert wird, bevor nicht so wohlmeinende Lobbyisten versuchen, ganz andere Dinge durchzusetzen. Die Hunde-Vollzugs-News gibt es jedenfalls hier und natürlich auf CNN. 

Siehe auch:
Obama holt einen portugiesischen Wasserhund für das weiße Haus


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