Man kann nur staunen, was sich inzwischen alles so im Bereich Dienstleistungen und Hunde-Zubehör von Hundeartikel bis Hundefutter und teils abstrusen Spezialitäten entwickelt hat.

Offensichtlich wird der Konsumentenmarkt der Menschen schrittweise auch für Haustiere nachgebildet.

Die FAZ hat sich ausnahmsweise einmal auf tierisches Niveau begeben und einige Beispiele zusammen getragen. "Altbekannt" sind ja zum Beispiel die auf sehr spezielle zahlungspflichtige Zielgruppen zugeschnittenen Hunde-Hotels mit "Hunde-Hallenpool und Hunde-Physiotherapeut, die Nacht für 95 Euro". Das allein kann es aber nicht sein, wenn Experten den Markt für den gesamten Haustierbedarf auf insgesamt vier Milliarden Euro schätzen.

Bleiben wir beim Hund: Futter, klar, ein paar Leckerli, jährliche Tierarzt-Impfungen, eine Hunde-Haftpflichtversicherung, das war´s, oder? OK, der relativ neue Markt der Hunde-Krankenversicherungen und die immer spezieller werdenden Tierarzt-Schwerpunkte wurden hier schon beschrieben. Zahnpflege für Hunde ist seit ein paar Jahren ein echtes Thema, vor fünfzehn Jahren noch unvorstellbar. Aber dabei bleibt es nicht.

Der Zubehör-Markt rund um Pflege, Ernährung und Bespassung wird immer bunter. Leckerli-Suchautomaten aus Holz und Plastik sind aus den Heimterbedarf-Katalogen nicht mehr wegzudenken. Atmungsaktive, "unverschmutzbare" Hunde-Decken und stilvolle bzw. geschmacklich schräge Haustierbetten findet man natürlich ebenso. Von echten Schmuck-Accessoires für Gesellschaftshunde ganz zu schweigen. Hudneleinen mit Strass oder echten Steinen, Spangen ins Fellkleid etc.

Auf Heimtiermessen sieht man auch Aussteller, die über Beerdigungen, Urnengräber und ähnliches informieren. Neu war für mich, daß die Heimtierbranche jetzt offensichtlich auch Rollatoren und Rollstühle anbietet. Udn zwar für Hunde und Hasen, Katzen, Ziegen, Frettchen - und sogar für Wüstenrennmäuse.

Ich erinnere mich, in einem älteren Beitrag schon einmal über Altersheime für Hunde in Japan berichtet zu haben. Vielleicht ist das die kommende Marktlücke, die jemand in Großstädten wie Berlin in Kürze besetzen wird. Besser, als die Fellnasen ins Tierheim abzuschieben. Aber irgendwie auch nicht mehr das, was man sich vor einigen Jahren unter einem normalen Hundeleben vorstellte.

(Blog-Hund: wok)


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