Wer sich daran erinnert, dass der Scottish Terrier von US-Präsident George Bush schon als Hauptdarsteller lustiger Weihnachts-Videos inklusive Hunde-Flirts herhalten musste, wird sich über die aktuellen Fragen im amerikanischen Wahlkampf von Obama und MCCain nicht wundern.

Wie bringe ich als Präsidentschaftskandidat die Haustier-Wählerschaft mit dem richtigen Hund ein Stückchen näher an meine Wahlurne? Dabei gibt es offensichtlich einiges zu bedenken.

Der richtige Hund soll wie vieles andere auch eines der  entscheidenden Mosaiksteinchen bei der Gewinnung amerikanischer Wählerherzen und -herzinnen sein. Der konservative Kandidat McCain scheint dabei auf Masse statt Klasse zu setzen. Gleich vier Hunde gehören zum Haushalt: Springer-Spaniel und zwei Yorkshire-Terrier stehen eher für die "sehr niedlich" Klientel und ein Mischling für die in jeglicher Hinsicht unorthodoxen Wähler. Da scheint sich eindeutig kein Star heraus zu kristallisieren.

Oh, Obama, die rennen dir knuddeltechnisch davon, du hast ja noch gar keinen Hund!  Der US-Rassehund-Club AKC hat natürlich nichts besseres zu tun, als bei der Vorauswahl hilfreich zur Seite zu stehen. Welche Hunderassen da in die  engere Wahl kommen, das ist allerdings bezeichnend: Pudel, Irish Soft-Coated Wheaton Terrier, Zwergschnauzer, Bichon Frise und man höre und staune, der chinesische Schopfhund.

Ist zumindest letzterer ein schlechter Scherz vom republikanischen Gegner? Nein, die Töchter Obamas sollen allergisch gegen Hundehaare sein. Gesucht ist deswegen ein hypoallergenes Tier. Ein von nicht ganz gesunden Züchtern entwickelter Hund ohne Haare ist da natürlich eine gute Idee.

Nein, im Ernst. So wird das nichts. Ich sage es nicht gerne, aber wenn man den kolportierten Zahlen glauben darf, definieren sich in den USA 63% der Haushalte als Tierhaushalte. Aber angeblich bedeutet das 88 Millionen Katzen und nur 5 Millionen Hunde. Das sind Zahlen, die wohl auch schon Bill Clinton geglaubt hat. Er kam mit seinem Kater Socks ins Weiße Haus. Ein Hund wurde dann erst später angeschafft. 

Der Wahlkampf könnte also Hund gegen Katz lauten. Mal ehrlich, einen Wahlkampf Yorkshire gegen chinesischen Schopfhund will ja nun auch wirklich keiner sehen. Obama könnte ja vielleicht stattdessen ein landesweites Programm für Hundefreilauf-Flächen in sein Wahlprogramm mit aufnehmen.

Als Vorbild für den nächsten deutschen Wahlkampf zur Bundestagswahl. Besser als wenn zukünftig ein chinesischer Schopfhund der Spionage für das Reich der Mitte verdächtigt werden wird. Das könnte dich die Wahl kosten, Obama! 

(Blog-Hund: marki)

Hunderassen-Infos zum Portugiesischer Wasserhund
Externer Link: Spiegel-Video zur Vorstellung von Hund Bo durch die Obamas
Allgemeine Züchter-Tipps
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