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Die spezifischen Eigenarten und Charakteristika eines bestimmten Hundes mögen sich von dem seiner Artgenossen unterscheiden. Das ist eines der Merkmale von sozialen und intelligenten Wesen und ist somit zweifellos auch wichtig für die Erziehung eines konkreten Hundes. Aber auch einige grundlegenden Veranlagungen, Triebe und Talente, die Hunde insgesamt ausmachen, erklären einen guten Teil ihrer Beliebtheit beim Menschen.
- Der Meutetrieb - die Bereitschaft und das prinzipielle Bestreben, sich einer Gruppe anzuschließen und auch zu dieser Gruppe immer wieder zurückzukehren
- Die Veranlagung, sich in einem Kollektiv bzw. Familienrudel in einer festen Hierarchie einzugliedern und bestimmte Aufgaben zu übernehmen
- Eine gute Auffassungsgabe und Lernbereitschaft
- Soziale Kompetenz, die einen Hund und Menschen im Idealfall emotional dauerhaft und positiv verbindet
Dies und noch weitere Punkte sind die Basis unseres heutigen Zusammenlebens, zumindest bei den meisten sogenannten "Familienhunden". Dabei gerät manchmal in Vergessenheit, daß die ursprüngliche Basis des Zusammenlebens von Mensch und Hund mit dem Beutetrieb des Hundes zusammenhing und die gegenseitigen Vorteile vor allem beim Aufspüren und Jagen von Wild begründet lagen. Ergänzt wurde dies durch spätere Funktionen vor allem als Hüte- und Schutzhund im Gegenzug zur festen Versorgung mit Nahrung und Sicherheit.
Job als Sozialpartner
Auch bei Stichworten wie "Aggressionstrieb" stutzen Hundehalter manchmal. Dabei würde kaum einer bestreiten, daß sie selbst bei schlechter Behandlung oder aggressivem Verhalten durch andere Menschen auf Dauer friedlich und duldsam bleiben könnten. Hunde sind manchmal duldsamer, als man es eigentlich bei einem Tier erwarten könnte. Problematisches Verhalten hat normalerweise auch immer etwas mit den vorhandenen oder fehlenden Vorerfahrungen und damit mit der Sozialisation eines Hundes zu tun. Er hat in vorangegangenen Situationen Verhaltensweisen gelernt und wendet diese im Alltag an.
Zudem: Ihre ursprünglichen Triebe, Fähigkeiten und Talente, die sie vor Tausenden von Jahren mit dem Menschen verbunden haben, besitzen die Hunde größtenteils immer noch. Allein die Aufgaben werden in Zeiten von Stadtwohnungen und anderweitig vollbeschäftigten Hundehaltern oftmals knapp. Die Jobbeschreibung "anpassungsfähiger Sozialpartner Hund für Mensch gesucht" ist heute eher die Regel als die Ausnahme. Probleme in der Hundehaltung haben deshalb manchmal auch mit der Unterbeschäftigung des Hundes zu tun oder auch mit einem ausbaufähigen Verständnis über die Bedürfnisse von Hunden. Dazu gehören nicht zuletzt gemeinsame Aktivitäten von Hund und Mensch sowie der spielerische Einsatz und das Ausleben von Jagdtrieb und Beuteinstinkten.
Wenn gemeinsame Aktivitäten Muskeln und Intelligenz des Vierbeiners ansprechen und dabei sogar noch Herrchen / Frauchen Spaß machen, haben am Ende beide was davon. Das können neben viel Bewegung an der frischen Luft etwa Apportierspiele oder für ehrgeizigere Hund-Mensch Teams auch gemeinsame Sportarten wie Agility sein. Das bereichert den Alltag und hat den Vorteil, daß der treue Begleiter zuhause auch viel entspannter und zufriedener ist und so manche "Macke" sich über die gemeinsamen Aktivitäten abtrainieren kann.
(wk)
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