|
Hunde-Vermittlung - Die Suche nach einem guten Hundezüchter ist oft nicht einfach. Sie wollen oder können sich nicht für eine Hunde-Vermittlung aus dem Tierheim entscheiden? Dann stehen Sie bei der Suche nach einem Hund meist vor den Qual der Wahl, einen guten Züchter zu finden. Und wer schon zu einem Züchter geht, möchte natürlich auch meist einen Welpen.
Da gibt es einiges zu beachten. Die Aufzucht und Vermittlung von Hunden ist eine verantwortungsvolle und aufwändige Arbeit, die ordentlich bezahlt werden muss. Kein Wunder also, dass immer wieder "schwarze Schafe" Geld und Aufwand sparen möchten und mit Billigzucht sowohl Tiere als auch künftige Besitzer schädigen. Sie sollten deshalb einige Dinge beachten und nicht allen Versprechungen eines Anbieters blind glauben.
Ein billig erworbener Hund aus einer dubiosen Quelle beinhaltet das Risiko, daß die Hunde aus dieser Quelle den hohen Preis durch die Art ihrer Aufzucht gezahlt haben und sie eventuell unter körperlichen bzw. psychischen Spätfolgen zu leiden haben. Einige gerettete Tiere aus solchen Zuchtstationen landen direkt im Tierheim. Wichtig: Unterstützen Sie nicht die Tiermafia mit spontanen Billigkäufen auf Wochenmärkten. Tierzucht erfordert Erfahrung, Zeit, Geduld und kostet Geld.
Wenn Sie die Besitzer des Muttertieres nicht persönlich kennen:
Begutachten Sie bei der Hunde-Suche die Bedingungen der Tierhaltung
beim Züchter bzw. Hundehalter, für den Sie sich entscheiden
bzw. versuchen Sie, Referenzen zu überprüfen.
Hunde-Vermittlung von einem guten Züchter
Das sollten Sie von einem guten Rasse-Züchter erwarten können:
- Hintergrundwissen über typische Rassemerkmale und Besonderheiten
- Informationen über typische Krankheiten, die bei einer Rasse vorkommen können
- Eine Einschätzung, ob ein typischer Hund dieser Rasse zu Ihrem Lebensstil passt (ihm also das Wohlergehen seiner Zöglinge im Zweifel sogar wichtiger ist als der eigene Geldbeutel)
- Hunde aus maximal ein bis zwei Rassen, die er selbst züchtet und auf die er spezialisiert ist (kein "Massenverkäufer" aus dubiosen Quellen)
- Der Züchter bringt sie in Kontakt mit der Hundemutter und der Vater wird Ihnen zumindest auf Fotos "vorgestellt"
- Informationen über Besonderheiten und individuelle Eigenheiten eines bestimmten Hundes, für den Sie sich interessieren
- Welpen werden frühestens im Alter von 8-10 Wochen abgegeben
- Eine Aufzucht nicht nur im Zwinger, sondern auch zum Teil im Haus, um für das Leben mit Menschen bereits vorsozialisiert zu werden
- Genug Auslauf im Freien für Welpen und erwachsene Hunde und der Kontakt zu Artgenossen.
- Einen körperlich und mental gesunden Hund, entwurmt und mit den vorgeschriebenen Impfbestätigungen und Impfpass
- Eine sogenannte Ahnentafel mit Datum des Wurfs und dem Eintrag in das Zucht- und Stammbuch
- Einen Hund mit einem unter der Haut platzierten Mikrochip mit dessen Codenummer Sie ihn im Haustierregister eintragen lassen können, um ihn im Verlustfall leichter wiederfinden können.
- Liebe und Zuneigung beim Umgang mit den Tieren
Ein seriöser Züchter betreibt keine "Massenproduktion mit Hunden: Mit maximal zwei bis drei Zuchthündinnen sind in der Regel die Voraussetzungen gegeben, um alle Tiere individuell betreuen zu können.
Nach Meinung des Tierschutzbundes sollten Hundewelpen idealerweise direkt nach der Entwöhnung vom Muttertier innerhalb der so genannten Prägephase, die mit der 12. Woche endet, zum späteren Hundebesitzer abgegeben werden. Dies ermöglicht den Aufbau einer guten und stabilen Bindung an eine Bezugsperson und die Gewöhnung an die zukünftigen Lebensumstände.
Fehler und Mängel in der Prägephase der Welpen können zu dauerhaften Verhaltensproblemen führen. Das gilt erst recht für "Billigimporte" von Welpen, die unter schlechten Bedingungen in Massen gezüchtet werden. Sie wachsen oft unter schwierigsten hygienischen und sozialen Bedingungen heran und werden meist zu früh von der Mutter getrennt. Schwere gesundheitliche Probleme und Verhaltensstörungen sind bei diesen Hunden keine Seltenheit.
Die richtige Vermittlung - Beratung vorher und Betreuung nach dem Hunde-Kauf
Wenn alle Ihre Fragen umfassend und sachlich beantwortet werden, sind das gute Hinweise für einen vertrauenswürdigen Züchter. Von ihm können Sie auch klare Hinweise auf Besonderheiten oder gesundheitliche Probleme einer Rasse oder eines bestimmten Hundes erwarten. Er wird sich ebenfalls genau nach Ihren Lebensbedingungen erkundigen, um "seine" Tiere bei Ihnen in guten Händen zu wissen.
Solche Züchter beraten Sie auch gerne in allgemeinen Fragen der Hundehaltung, Fütterung, Pflege und Gesundheitsvorsorge. Wahrscheinlich wird er Ihnen auch den Besuch von Welpengruppen bzw. von Prägungsspieltagen empfehlen und er wird Ihnen in der ersten Zeit nach dem Kauf gerne für Rückfragen zur Verfügung stehen.
Der VDH - Verband für das Deutsche Hundewesen
Ausnahmen bestätigen die Regel: Manchmal steht ein Verband sogar im Ruf, moderner zu sein als eine Reihe seiner Mitglieder: Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ist die führende Interessenvertretung anerkannter Züchter in Deutschland. Für seine Mitglieder gilt eine sehr strenge Zuchtordnung, auch nach tierschutzorientierten Gesichtspunkten. Ist Ihr Züchter vor Ort ein Mitglied im VDH, ist das in der Regel ein guter Hinweis für Qualität. Trotzdem gilt: Es gibt keinen Verband ohne schwarze Schafe. Die Checkliste kann Ihnen auch in diesem Fall helfen, ein gutes Gefühl für den Züchter Ihrer Wahl zu bekommen.
Siehe auch: Hunde-Vermittlung aus dem Tierheim
|