|
Rubrik: Suche - Hund - Vermittlung - Behinderte - In Deutschland leben circa 6,5 Millionen Behinderte. Nicht nur die Schmerzen und das Angewiesensein auf andere macht ihnen das Leben schwer. Hinzu kommt, daß behinderte Menschen in unserer Gesellschaft vielfach auf Vorurteile stoßen, manchmal sogar auf offene Aggressionen.
Zwei neuere Untersuchungen zeigen, daß sich die Lebenssituation entspannt und die Lebensqualität von Behinderten entscheidend verbessert, sobald sie sich einen Hund als Begleiter zulegen. Die Studien wurden durchgeführt von Dr. Sylvia Greiffenhagen, Professorin für Politikwissenschaft und Sozialplanung an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg, und Professor Reinhold Bergler vom Psychologischen Institut der Universität Bonn.
Hier die wichtigsten Ergebnisse:
Behinderte Hundebesitzer haben mehr Selbstvertrauen, fühlen sich sicherer und geschützter und haben schließlich häufiger Kontakte zu Nichtbehinderten. Die Sorge um den Hund tritt in den Vordergrund und verdrängt die Gedanken, die sich mit der Krankheit beschäftigen. Schließlich akzeptiert der Hund seinen Menschen so wie er ist, auch mit seinen körperlichen Unzulänglichkeiten.
Die Vierbeiner können einen Menschen nicht ersetzen. Aber ihre Dienste erleichtern den Behinderten ihren Alltag enorm. Denn aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften wie Treue, Intelligenz und Lernfähigkeit lassen Hunde sich so erziehen und ausbilden, daß sie für Rollstuhlfahrer, Blinde, Gehörlose oder Rheumatiker eine große Hilfe sind. Sie öffnen Türen, tragen die Einkaufstasche, machen auf Geräusche (z.B. Türklingel) aufmerksam und heben heruntergefallene Gegenstände (Brille, Stift) auf. Die Hunde können sogar Lichtschalter und Klingel betätigen und sogar Hilfe herbeirufen. Sie unterstützen Herrchen oder Frauchen nicht nur bei ihren alltäglichen Aufgaben, sondern geben ihnen auch psychischen Halt.
(Quelle: IVH)
|