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Tierarzneimittel-Versand soll erlaubt werden
Dienstag, 15. Dezember 2009

Die Bundesregierung plant offensichtlich, den Versand von Tierarzneimitteln zuzulassen. Wie der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) auf Anfrage im Bundesgesundheitsministerium erfuhr, ist eine Gesetzesänderung geplant, die den Arzneiversandhandel für Haustiere erlauben soll.

Damit könnten zukünftig Arzneimittel für Hunde, Katzen und andere Haustiere auch per Versand bestellt werden. "Wir begrüßen diese Initiative außerordentlich", sagte der BVDVA-Vorsitzende Christian Buse. Damit erfülle sich der Wunsch vieler Haustierhalter nach dem Service und den günstigen Preisen der Versandapotheken.

Grund für das Umdenken der Bundesregierung könnte das von der EU-Kommission angedrohte Vertragsverletzungsverfahren sein, vermutet der BVDVA. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) vor sechs Jahren den Versandhandel mit rezeptfreien Medikamenten zur gemeinschaftsrechtlichen Pflichtsache erklärt hat, kündigte die EU-Kommission im Sommer an, jetzt auch den Versand von apothekenpflichtigen Tierarzneimitteln durchzusetzen.

Die Bundesregierung hat nach Informationen des BVDVA in einem Antwortschreiben an die EU-Kommission angekündigt, rechtliche Anpassungen vornehmen zu wollen. Durch Änderungen im Arzneimittelgesetz soll der Versandhandel für nicht-verschreibungspflichtige Veterinärarzneimittel erlaubt werden, sofern die behandelnden Tiere nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

 

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