Lasertherapie für den Malteser, Physiotherapie gegen postoperatives Übergewicht beim Labrador und Nieren-Dialyse für den Langhaardackel - Hunde werden im New Yorker Animal Medical Center von den besten Ärzten ihrer Zunft versorgt. Die Hunde-Zeitschrift DOGS berichtet in ihrer März-Ausgabe über die luxuriöseste Hundeklinik der Welt.
In dem neunstöckigen Gebäude an Manhattans Upper East Side kümmert sich
ein 100-köpfiges Expertenteam aus 15 fachärztlichen Abteilungen mit
modernsten Behandlungsmethoden um die Gesundheit der Vierbeiner. In der
Radiologie schätzt man die Vorteile der Ultraschall-Untersuchung für
Hunde. Mit den Geräten führen Tierärzte Herzuntersuchungen durch,
diagnostizieren Blaseninfektionen und spüren Tumore in Leber, Nieren
oder Magen auf. Die Hundepatienten lieben Ultraschall, denn sie liegen
bei der Untersuchung auf dem Rücken und bekommen eine Massage.
Aber
auch Elektrostimulation, Lasertherapie und Pilates kommen laut dem DOGS-Artikel im Animal
Medical Center zum Einsatz. Ein Bänderriss im Knie, der besonders bei
dicken Hunden verbreitet ist, muss operiert werden. Um anschließend das
gesunde Knie nicht zu überlasten, bekommt das Tier eine Hydrotherapie:
Dafür steigt der Hund - mit einer Schwimmweste bekleidet - in die
Warmwasserwanne. Ein Fließband zwingt ihn, seine Muskeln zu bewegen.
Wie beim Menschen hat sich auch die Lebenserwartung der Haustiere
deutlich erhöht. Sie sterben seltener an Infektionen und werden alt
genug, um chronische Krankheiten des Herzens, der Niere oder der
Knochen zu entwickeln. Laut dem Artikel stirbt jeder vierte Hund in den USA an Krebs. Am
weitesten verbreitet sind demnach Lymphome, auch Melanome kommen häufig vor.
Golden Retriever haben eine starke Veranlagung zum Knochenkrebs, Scott
Terrier neigen zu Blasenkrebs.
Der größte Unterschied in der
Krebsbehandlung von Mensch und Tier liegt laut DOGS darin, dass die Veterinäre
nicht so radikal um das Überleben ihres Patienten kämpfen. So
verlängert eine Chemotherapie das Leben eines Hundes nur um etwa sechs
Monate. Deshalb konzentrieren sich die Ärzte vor allem auf den Erhalt
der Lebensqualität. Wenn die Ärzte nicht mehr helfen können, kümmern
sich Hospiz-Mitarbeiter der Klinik in den letzten Stunden liebevoll um
die Tiere. Und auch für die Besitzer gibt es nach dem Tod ihres Tieres
professionellen Beistand: Psychotherapeuten analysieren die
Mensch-Hund-Beziehung und leisten Trauerhilfe.
Aber auch hierzulande geht es in manchen deutschen Tierklinken luxuriös zu.
Herzschrittmacher, künstliche Hüftgelenke und Zahnspangen gehören in vielen Tierkliniken
längst zum Alltag, die Therapie von Stoffwechselstörungen oder
Allergien soll zudem immer stärker nachgefragt werden. Und Tierphysiotherapeuten bieten für
gefährdete Rassen inzwischen eine präventive Rückenschulung an.
(Quelle: DOGS / wok)
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