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Hunde-Allergien - der neue Boom
Lass jucken, Kumpel. Von wegen, das war einmal. Früher galt es häufig noch als Kavaliersdlikt, als Hund seine eigenen Flöhe zu haben. Vor allem war für den Hundebesitzer bei häufigem Jucken des Vierbeiners auch klar, dass es sich um Flöhe handelt. Inzwischen haben Tierärzte ein neues Spezialfeld für sich entdeckt: Hundeallergien.

In einem Artikel von RP-online befinden Tiermediziner, dass jeder zehnte Hund an Allergien leidet. Gerade im Sommer würden zu den Auslösern die auch beim Menschen typischen Erreger wie Milben und Pollen zählen. Aber auch Schimmelpilze, Pferdehaare und -Schuppen oder Ernährungsbestandteile gehörten demnach dazu.

Wer hatte bis vor zehn Jahren als Laie schon mal etwas von einer Allergie bei Hunden gehört? Sicher die wenigsten. Nach dem Henne und Ei - Prinzip kann man natürlich rätseln, ob die Beschwerden in den letzten Jahren zugenommen haben oder das Problem früher nur keinem so deutlich aufgefallen ist. Spekulieren kann man auf vieles. Umwelteinflüsse, Futterbestandteile oder Zuchtentwicklungen bei Hunden, genaue Ursachen sind dafür oft schwer zu benennen. 

Ein interessantes Phänomen ist natürlich auch, dass sich zunehmend Tierart-Praxen spezialisieren und sich dabei auf wirtschaftlich interessante Themen verlagern wie Hautkrankheiten und vor allem auch Zahnerkrankungen inklusive Zahnsanierung und professioneller Gebissreinigung. 

Das Ärztewesen überträgt also bisher dem Menschen vorbehaltene Untersuchungen auch auf unser liebstes Haustier. So gibt beim Thema Allergie ein Test die Antwort, bei der die Haut des Hundes diversen Allergenen ausgesetzt wird. Wer auffällige Veränderungen an der Haut oder häufiges Jucken des Vierbeiners bemerkt, sollte also vielleicht nicht automatisch zum Anti-Flohmittel greifen sondern mal genauer hinschauen (lassen). 

Gut, daß sich Tierärzte bisher nur auf "menschlichen" Spezielgebiete begeben haben, die auch einen gewissen Sinn machen. Man darf also noch darauf warten, dass irgendwann ein US-Amerikaner auf die Idee kommen wird, auch so menschliche Dienstleistungen wie Schönheitsoperationen für Hunde anzubieten. Bis dahin: Zähne putzen und Leckerli abstauben. 

Kommentare (5)Add Comment
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geschrieben von marc, August 20, 2008
Gibt neue Studie, dass Hunde in der Wohnung die Allergiehäufigkeit bei Kindern senken!
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geschrieben von herbert, August 23, 2008
Von irgendetwas müssen die armen Tierärzte doch leben, ich gehe immer zu einem homöopathischen Tierarzt, der lässt den Hund friedlich leben.
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geschrieben von Jens, Oktober 21, 2008
Ich bin der Meinung das es nicht zugenommen hat sondern einfach mehr drauf geachtet wird. Wie bei vielen anderen Sachen auch.
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geschrieben von wunsch-hund, Oktober 21, 2008
Na ja, bei menschlichen Allergien wird ja auch in Studien daruf hingewiesen, dass auch die zunehmende Belastung der Lebensumwelt draußen und vor allem zuhause in den eigenen vier Wänden durchaus zu einer Zunahme der Allergien beigetragen hat.

Richtig ist bestimmt, dass viele Hundehalter vor zehn oder zwanzig Jahren bei Tier-Allergien und darauf spezialisierten Tierärzten die Augenbrauen hochgezogen hätten wg. Quatsch. Das ändert sich wohl langsam.
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geschrieben von Hotte, Dezember 13, 2008
wir haben bei unserem Kaukasen festgestellt, dass er die meisten Allergien im Sommer hat. Sobald die Temperatur um 0 Grad ist, fühlt sich dieses Tier sauwohl, schläft draußen, immer Sommer wegen der Wärme drin - und ist richtig gut drauf.
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