|
Auch wenn der Hund auf Krankenschein noch immer eine Ausnahme für Menschen mit einem echten Handicap ist. Lohnen würde es sich vielleicht auch in anderen Fällen, denn: Hundebesitzer sind gesünder und fitter als Spaziergänger ohne Hund. Zu diesem Schluß kommt das Zentrum für Gesundheit (ZfG) der Deutschen Sporthochschule Köln.
Das ZfG führte eine Vergleichsstudie des Spazierverhaltens und der
körperlichen Aktivität von Spaziergängern mit und ohne Hund durch. Es
konnte festgestellt werden, dass Hundespaziergänger wesentlich aktiver
und seltener in ärztlicher Behandlung sind. Die Grundthese ist nicht
neu: Nur mit regelmäßiger Bewegung und sportlicher Betätigung in
vernünftigem Maß ist es möglich, körperlichen und geistigen
Leistungseinbußen entgegenzuwirken, sowie Herz-Kreislauf- und
Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen.
Regelmäßig durchgeführte
Spaziergänge, z.B. mit einem Hund, könnten eine Hilfe zur Etablierung
eines aktiven Lebensstils sein. Im Rahmen der Studie des ZfG wurde
dabei das Spazierverhalten und die körperliche Aktivität von
Spaziergängern mit und ohne Hund untersucht und verglichen. Die
Untersuchungsgruppe bestand insgesamt aus 100
Hundespaziergängern/-innen und 100 Probanden ohne Hund im mittleren
Lebensalter (ca. ab dem 40. Lebensjahr).
Wie zu erwarten, konnte
festgestellt werden, dass 98% der Hundebesitzer mindestens einmal am
Tag spazieren gehen, wohingegen nur 46% der Spaziergänger ohne Hund
ein- bis zweimal pro Woche spazieren gehen. Bei der Frage nach der
Dauer der Spaziergänge konnte heraus gefunden werden, dass ein Großteil
der Spaziergänger ohne Hund im Durchschnitt 31-60 Minuten pro Spaziergang,
bzw. in der Summe maximal 62-120 Minuten in der Woche spazieren. Ein
Großteil der Hundespaziergänger hingegen geht durchschnittlich mehr als
120 Minuten am Tag, also mehr als 14 Stunden in der Woche spazieren.
Auf
die Frage nach den Motiven für einen Spaziergang gaben die
Hundespaziergänger mit 30,5% „aus Verantwortungsgründen dem Hund
gegenüber“ an und 16,9% die Antwortmöglichkeiten „um selbst fit und
gesund zu sein“ und „um an der frischen Luft zu sein“. Spaziergänger ohne Hund gaben dagegen mit 30,2% das Motiv „an der frischen
Luft zu sein“ und mit 23,6% „um selbst fit und gesund zu sein“ an.
Ein
Hund könnten also dabei behilflich sein, auch
„Bewegungsmuffel“ zu moderater Aktivität mit ihrem Hund zu motivieren
und somit einen positiven Beitrag für ihre Gesundheit zu leisten. Es sei denn, nicht der Hund wäre letztlich der auslösende Faktor für ein gesundes und aktives
Leben, weil diese Menschen auch ohne den Hund aktiv sind.
wunsch-hund meint: Hundefreunde
werden sich diese Frage selten stellen. Zumindest im Winter und bei
Schmuddelwetter ist der Hund für viele der entscheidende Faktor, um täglich den inneren
Schweinehund zu überwinden. Diese Erkenntnis kann man bei kaltem Nieselregen im trüben November auf jeder Hundewiese problemlos bestätigt bekommen ;-)
|