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Der ewige Kampf um die Vergänglichkeit. Kann man die Hundekacke im Gebüsch liegen lassen, bis sie verrottet? Das kommt natürlich auf den Ort des Gebüschs an. Damit innerstädtisch die Diskutiererei erst gar nicht mehr aufkommt, hat Wuppertal als eine der ersten Kommunen in NRW die Umsetzung ihrer Vorschriften verschärft.
Hundekotbeutel sind ja keine nagelneue Erfindung und offensichtlich trotzdem bei diversen Hundehaltern unbekannt. Die sogenannte Wuppertaler
Straßensatzung lässt laut Wuppertaler Eigenaussage auf der städtischen Website jedoch nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Die „Verunreinigungen“ von Hunden,
heißt es in der Straßenordnung, seien „unverzüglich“ zu beseitigen. Hundehalter
müssten zudem „geeignete Reinigungsmaterialen mitführen“.
Neu ist, dass die Stadt seit März 2009 nicht nur in flagranti ertappten Hundekot-Sündern (bzw. deren menschlichen Besitzern) ein Bussgeld verpasst. Wenn zukünftig ein Hundebesitzer nicht nachweisen kann, dass er mit Papiertaschentuch und Tüte
jederzeit gut gerüstet sei, die „Hinterlassenschaft“ seines Hundes zu entsorgen,
werde direkt ein Verwarngeld von 10 Euro fällig. Das ist dann also zukünftig ähnlich wie beim Warndreieck. Fehlt das Ding im Auto, braucht es keinen Unfall, um trotzdem zahlen zu müssen.
Bei den Details zum Wegräumen von Hunde-Hinterlassenschaften gibt es in den Kommunen genauso feine Unterschiede wie beim Thema "Freilauf" für Hunde. Wuppertal ist nicht gerade mit Grünflächen und Hundefreilauf-Ecken übersäht, was das tägliche Problem auf dem Gehsteig in der Regel verstärkt. Soweit kann man die neuerliche Kontrolloffensive teilweise nachvollziehen. Es gibt dieses Problem ja sogar auf dem flachen Land .
Klar, natürlich kann man fragen, wofür man eigentlich die ganze Hundesteuer zahlt. Aber ehrlich gesagt ist es auch nicht fair, als Retourkutsche dafür die Gehwege mit Hundekot zu verzieren.
Fragen darf man allerdings auch, was die Stadt mit dem einzutreibenden Geld zu tun gedenkt. Geht es wieder mal nur um die Stadtkasse? Sehr hilfreich wäre gewesen, die Ankündigung im Hinblick auf das Ziel einer sauberen Stadt mit anderen Maßnahmen zu verknüpfen. Zum Beispiel mit dem Hinweis, mit dem Geld zumindest an zentralen Orten wie Hundefreilauf-Flächen oder Park-Eingängen Automaten aufzustellen, um sich dort Hundekotbeutel zu ziehen.
Dann könnten sich die örtlichen Sheriffs mit ihren Kontrollen mehr auf belebte Innenstadt-Straßen konzentrieren, wo Hundehaufen auch am meisten stören. So nebenbei könnte man auch den ein oder anderen Automaten neben den großen Kinder-Spielplätzen aufstellen. Wie man aus dem Gebüsch daneben oft riecht und erspäht, haben aus nebulösen Gründen viele Eltern nämlich auch keine Kinderkotbeutel einstecken ...
(Blog-Hund marki)
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