|
Man sollte als Deutscher im Ausland zumindest die notwendigsten Vokabeln in der jeweiligen Landessprache beherrschen. Für EM-Touristen und sonstige Urlauber in Österreich klingt zwar vieles zunächst ziemlich ähnlich.
Aber neben ungewöhnlichen kulinarischen Kreationen im Kaffehaus gibt es für zugereiste Hundefreunde noch ein oder zwei weitere überlebenswichtige Fachbegriffe.
"Gehns´, räums´ den Hundstrümmerl weg!" könnte als Redewendung dazugehören. Damit ist vermutlich der Hundehaufen gemeint, den Ihr Labrador gerade vor dem Stephansdom hinterlassen wollte. Man könnte Sie alternativ auch an ein "Sackerl für's Gackerl" erinnern, das fast überall in den Innenstädten ähnlich wie bei uns Pflicht ist. Wenn man Glück hat, stehen sogar irgendwo Hundesackerl-Automaten bereit.
Als Strafe bei Hinterlassenschafts-Wegräum-Unterlassungen mit Hund gelten in Österreich örtlich unterschiedlich hohe Bußgelder. Klagenfurt beispielsweise hat gerade Schwerpunktkontrollen angekündigt bei der Verunreinigung öffentlicher Flächen mit Strafen bis zu 25 Euro.
Unklar ist, ob diese Kontrollen auch das Urinieren und sonstige Verunreinigen von Flächen durch wahlweise siegestrunkene oder enttäuschte Fussball-Fans mit einschließen. Schade eigentlich, daß die Engländer mit Ihren Fan-Massen nicht bei der Fussball-EM dabei sind. Pro Fan täglich 25 Euro, da wäre auch ohne Hunde was zusammengekommen.
Wenn man ehrlich ist, macht den meisten Hunden die EM sowieso nicht viel Spaß, vor allem nicht ausgerechnet kurz nach dem Spiel mitten in Wien. Viel eher zuhause auf der Hundedecke oder beim echten Public Viewing auf der österreichischen Bergalm.
Da kann man nach einem EM-Sieg erstmal so richtig ungestört ein Hundstrümmerl abseilen, ablegen, in die Ecke stellen, kurz, Rasenpflege bis zum nächsten Spiel betreiben.
(Blog-Hund: wok)
|