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Unterstützung der Tierschutzarbeit für Hunde in Europa
Montag, 27. April 2009

Impfen und Kontrolle ist besser als Töten - so lässt sich die Strategie vieler Tierschutzorganisationen auf einen kurzen Nenner bringen, wenn es um Straßenhunde in Europa geht. Aber auch in anderen Bereichen besteht Handlungsbedarf, wie zum Beispiel im Bereich Tierversuche. Mehrere Tierschutzorganisationen beteiligen sich an Aktionen, die auf die EU-Gesetzgebeung in Brüssel zielen. Auch jede Privatperson kann ein kleines Stück zu der wichtigen Arbeit beitragen.

„Sie werden gejagt, gefangen und getötet – die Straßenhunde genießen in den wenigsten EU-Mitgliedsstaaten Schutz und Respekt“, sagt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Petra Zipp vom Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) pflichtet ihm bei: „Mit der Tiergesundheitsstrategie 2007-2013‘ hat sich das Europaparlament zu seiner Verantwortung für Haustiere bekannt, zu denen die Straßentiere als verwilderte ausgesetzte Heimtiere natürlich auch gehören“, so die Tierschützerin. Folgerichtig beriefen sich Tierschutzorganisationen nun auf dieses Papier, um Straßentiere in die Vorbeugungsmaßnahmen (Impfen, Kastrieren, medizinische Versorgung) der Kommission mit einzubinden.

Diese Forderung trugen TASSO , der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) sowie Vier Pfoten e.V. und Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) nun in Brüssel vor. Sie untermauerten ihr Anliegen mit fast 60.000 Unterschriften, die seit Januar 2008 gesammelt worden waren. Der bmt hatte zu Beginn des letzten Jahres seine Kampagne „Auch Straßenhunde haben ein Recht auf Leben!“ gestartet und eine Resolution verabschiedet, in der die EU aufgefordert wurde, im Rahmen der „Tiergesundheitsstrategie“ Fördergelder für flächendeckende Kastrationsprojekte bereit zu stellen.  „In fast allen EU-Ländern werden Straßenhunde gefangen und getötet – die Methoden sind zutiefst inhuman und schockieren, wie jüngste Übergriffe aus Rumänien an Straßenhunden belegen, die Öffentlichkeit“, sagt Petra Zipp.

Gemeinsam vertreten die Tierschützer die Auffassung, dass die EU die politisch Verantwortlichen für derartige Rechtsbrüche zur Rechenschaft ziehen und jenen Mitgliedsstaaten helfen muss, die finanziell und personell nicht in der Lage sind, ihr Straßentierproblem nachhaltig und tiergerecht zu lösen. Darüber hinaus würde eine systematische Registrierung und Erfassung der Haushunde und ihrer Artgenossen auf den Straßen die Besitzer zu mehr Verantwortung erziehen und gleichzeitig den illegalen Handel mit Welpen erschweren, wenn nicht ganz unterbinden.  

Aber  auch in anderen Bereichen besteht Handlungsbedarf. In einer bisher einzigartigen Aktion beteiligen sich seit kurzem internationale Tierschützer an einer virtuellen Demonstration. Der Anlass für die Kampagne ist die bevorstehende Überarbeitung der EU-Tierversuchsdirektive. Das Ziel der Aktion ist es, EU-Abgeordneten die breite Ablehnung der Öffentlichkeit gegenüber Tierversuchen zu zeigen.

Die Online-Demonstration wurde nun in dreizehn europäischen Sprachen gestartet . Bürger aus der gesamten EU werden dazu aufgefordert, online zu protestieren und einen eigenen "Avatar" zu erschaffen (eine virtuelle Comic-Figur pro Teilnehmer). Dieser Avatar reiht sich in den virtuellen Demonstrationszug ein; sein Ziel: das EU-Parlament in Brüssel. Besucher der Aktionswebsite können die Teilnehmerzahl jedes einzelnen EU-Landes einsehen. Nach den EU-Wahlen im Juni haben die Teilnehmer zusätzlich die Chance zu überprüfen, welche EU-Abgeordnete an der Demonstration teilgenommen haben.


Akiv werden:

Unter http://www.makeanimaltestinghistory.org kann man alle nötigen Detail-Informationen zur Zielsetzung der Online-Demo erfahren.

Websites mit Infos und Spenden-Möglichkeit für oben genannte Tierschutzorganisationen: 

Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) 
Vier Pfoten e.V.
TASSO e.V.

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