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Toter Wolf - Belohnung für Aufklärung |
10.000 Euro für Hinweise zum Tod der erschossenen sächsischen Wölfin - die Naturschutzverbände NABU und WWF sowie die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Freundeskreis freilebender Wölfe setzen eine Belohnung aus.
Die Verbände sehen Sachsen als das Hauptgebiet der deutschen
Wolfspopulation und als Vorbild für ganz Deutschland an. Die Täter hätten
auf besonders perfide und schmerzhafte Art ein geschütztes Tier
getötet, wobei die Tat auch als Attacke auf die aktuelle Entwicklung in
Sachsen zu werten sei, in der erstmals alle Bevölkerungsgruppen gemeinsam
über das Miteinander von Wolf und Mensch beraten.
Nach Ansicht der
Verbände sollten mit der Waffe Fakten geschaffen werden, um den Bürgern
in der Lausitz die Entscheidung über das Zusammenleben mit den Tieren
von vornherein zu verbauen.
Die Ende Januar südlich des
Tagesbaus Reichwalde in Sachsen tot aufgefundene junge Wölfin wurde
illegal geschossen. Die Obduktion durch das Institut für Zoo- und
Wildtierforschung Berlin ergab, dass die Wölfin durch einen Bauchschuss
tödlich verletzt wurde. Damit wurde zum ersten Mal, seit die Wölfe im Jahr 1990 in Sachsen unter Schutz gestellt wurden, der illegale
Abschuss eines Wolfs nachgewiesen. Dabei starb das Tier offenbar nicht
sofort, sondern lebte möglicherweise mit der schmerzhaften Wunde schwer
verletzt noch einige Tage.
Wölfe
unterliegen nicht dem Jagdrecht und sind nach den Bestimmungen des
Naturschutzrechts streng geschützt. Der illegale Abschuss eines Wolfes
ist eine Straftat. Bereits 2007 hatten illegale Abschüsse von Wölfen in
Brandenburg und Niedersachsen Aufsehen erregt.
Die Verbände riefen zeitgleich mit
dem Aussetzen der Belohnung den Landesjagdverband auf, sich ihrer
Initiative anzuschließen, um eindeutig Position zu beziehen.
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