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Nach einem Bericht des WDR-Magazins Westpol fordern Tierschützer von der Politik stärkere Maßnahmen gegen den Handel mit osteuropäischen Hundewelpen. Westpol berichtete in der Sendung am 30.05.2009 darüber , wie jedes jährlich tausende von Welpen nach Deutschland gebracht und hier verkauft werden.
Der Handel floriere und habe in den letzten Jahren stetig zugenommen. Gegenüber Westpol beklagten Tierschützer dabei schwere Verstöße gegen Tierschutzrechte.
Die Tierschutz-Organisation "Vier Pfoten" hat mit versteckter Kamera bei
Hundehändlern in Ungarn gedreht. Viele der Welpen werden demnach in
unhaltbaren Zuständen aufgezogen und gehalten. Viele seien krank und
nicht geimpft, die Papiere seien häufig gefälscht. Oft würden die Welpen
schon nach wenigen Wochen von ihren Muttertieren getrennt und über
Zwischenhändler nach Deutschland verkauft, berichtet Birgit Thiessmann
von "Vier Pfoten" und rät dringend vom Kauf solcher Tiere ab: "Wer so
ein Tier bekommt, der kann nicht nur davon ausgehen, dass es nicht nur
körperlich krank ist, sondern auch seelisch ein Leben lang ein Krüppel
bleibt. Das werden bestimmt keine guten Familienhunde."
In Ungarn werden angebliche Rassehunde schon für 20 bis 50 Euro
angeboten, berichtet die Tierschutzorganisation. In Deutschland würden
die Händler Tiere dann für 500-600 Euro weiterverkaufen.
Auch der Präsident des Tierschutzverbandes Nordrhein-Westfalen, Peer
Fiesel, beklagte gegenüber Westpol, dass immer mehr Hundewelpen aus
Osteuropa auf den deutschen Markt kommen würden. In den letzten zehn
Jahren sei die Zahl der registrierten Hunde um 300.000 gestiegen,
gleichzeitig melden heimische Züchter einen deutlichen Rückgang an
verkauften Hunden.
Peer Fiesel fordert deshalb strenge Maßnahmen
für die Händler. "Der Gesetzgeber sollte dem Händler Auflagen machen,
wie viele Tiere er auf welchem Raum halten darf. Das ist ein ganz
wichtiger Punkt. Das zweite ist, dass er dem Händler Auflagen macht, in
welchen Abständen er die Hunde dem Tierarzt vorführen soll. Auch so eine
Vorgabe fehlt."
Zudem fordern Tierschützer, dass die Transporte der Tiere und die
Impfbescheinigungen künftig strenger kontrolliert werden müssten.
Quelle: Westpol
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