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So helfen Sie ausgesetzten Hunden |
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Montag, 12. Juli 2010 |
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Urlaub ohne Hund - wie jeden Sommer so nimmt auch dieses Jahr wieder ab Juli die Zahl ausgesetzter Hunde sprunghaft zu, weil der Vierbeiner seinen Hundebesitzern lästig wird. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN weist deshalb erneut darauf hin, was Sie tun können, wenn Sie einen herrenlosen Hund oder ein anderes ausgesetztes Haustier finden.
Angebunden im Wald, zurückgelassen auf Parkplätzen, oder einfach aus
dem Auto geworfen: Sobald die Urlaubszeit naht, werden viele Hunde für
ihre Besitzer plötzlich zum Ballast. Statt auf die Reise zu verzichten
oder entsprechende Vorkehrungen zu treffen, wählen vermeintlich
tierliebe Hundehalter den für sie einfachsten Weg: Sie überlassen ihren
Vierbeiner einfach dem Schicksal. Ohne fremde Hilfe ist so ein Tier in
den meisten Fällen verloren. Was also tun, wenn man einen ausgesetzten
Hund findet?
"Sollten Sie den Verdacht hegen, ein Urlaubsopfer vor sich zu haben,
sehen Sie sich das Tier genau an", rät Birgitt Thiesmann,
Heimtierexpertin von VIER PFOTEN. Wenn der Hund einen verunsicherten und
orientierungslosen Eindruck mache, und er weder anhand eines Halsbandes
mit Adresse oder einer Steuermarke identifiziert werden kann, sollte
man umgehend die nächste Polizeidienststelle oder das zuständige Tierheim
informieren.
Nicht möglich ist rein rechtlich die Mitnahme eines
offensichtlich ausgesetzten Hundes. VIER PFOTEN weist darauf hin, dass
aufgefundene Haustiere unter das Fundrecht (§§ 965 ? 984 BGB) fallen und
nicht direkt behalten werden können.
Was jedoch, wenn der Hund
schon eine Pfote in Ihr Herz gesetzt hat? Birgitt Thiesmann: "Auch wenn
es schwer fällt, müssen Sie sich leider sechs Monate gedulden. Erst nach
Ablauf dieser Frist dürfen Sie das Tier offiziell aufnehmen."
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