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Eher Menschenfreund als Wolfskumpel
Donnerstag, 14. Mai 2009

Big Brother im eigenen Haus. An vielen Kleinigkeiten kann man feststellen, dass Hunde das Verhalten oder auch nur die Absichten von Menschen oft erstaunlich gut "lesen" können und damit auch weit über die Fähigkeiten anderer domestizierter Tiere hinausgehen. Verhaltensforscher vermuten, dass sich die kognitiven Fähigkeiten der Hunde im Laufe der Jahrtausende dem Menschen angepasst haben.

Hunde können insgesamt sehr sensibel auf die Kommunikation mit dem Menschen reagieren und menschliche Signale auch über große Distanzen hinweg interpretieren. Das berichtet die Hundezeitschrift DOGS in Ihrer aktuellen Ausgabe. Forschungen würden zeigen, dass Hunde mit Ihrem Verständnis beim Beobachten und Interpretieren menschlicher Gesten Menschenaffen und Wölfen weit überlegen sind. Gleichzeitig würden die Unterschiede zwischen Hunden und Wölfen größer.

Nicht nur das Temperament der Haushunde hat sich demnach verändert. Laut DOGS haben Versuche mit Welpen auch gezeigt, dass Wölfe, die ohne Muttertier, aber mit Menschen und Hunden aufwuchsen, sich Hunde als Bindungspartner aussuchten. Die kleinen Hunde orientierten sich dagegen nicht an den anderen Wölfen, sondern an Menschen und zogen diese den Tieren als Bindungspartner vor.

Erstaunlich, wenn man die für Evolutionszyklen relativ kurze gemeinsame Geschichte bedenkt. Haushunde gibt es evolutionsbiologisch gesehen erst seit ca. 15 000 Jahren. Damals begann sich der Haushund als eigene Art herauszubilden.

(Quelle: wok / DOGS)

Service-Link - Pressekatalog: Mehr Infos zu DOGS

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